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Gott, der nicht richtet

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der nicht richtet, im menschlichen Verständnis des Verurteilens, sondern rettet und wieder herstellt, was kaputt gegangen ist, aufrichtet, was am Boden liegt, wieder ganz macht, was getrennt wurde, und umdreht, was verkehrt läuft, der in allem immer den Maßstab seiner grenzenlosen Liebe anlegt, segne uns, und lasse auch uns nicht über andere richten oder urteilen, indem wir unsere eigenen Maßstäbe anlegen.

Er mache uns bewusst, dass keiner von uns so perfekt oder ohne Fehler ist, auch wenn wir das gerne von uns selbst annehmen und glauben wollen, und sich somit auch keiner über den anderen zu erheben braucht, oder sich anmaßen darf, zum Richter zu werden und Urteile zu sprechen.

Er lasse uns erkennen, dass nicht unser eigenes Maß zählt oder bestimmt, sondern sein Maß, das Maß der Liebe, der Güte und der Barmherzigkeit, und dass die meisten unserer Urteile und Bewertungen sinnlos, sind, weil sie niemanden nutzen oder helfen, sondern oft eher schaden oder verletzen.

Er lasse uns begreifen, dass wir jeden Tag neu die Chance erhalten, unser eigenes Verhalten unter die Lupe zu nehmen, objektiv zu betrachten, was und wie wir etwas tun, denken, oder handeln, und mit seiner Liebe rechnen können, die unsere Fehler und Übertretungen verzeiht, wenn auch wir diese Liebe bei anderen anwenden.

Er mache uns bereit, den Bewertungen des Denkens und Fühlens, unserem Hang zum Urteilen und Richten, keinen Raum zu geben, uns ein eigenes Bild von Menschen oder Situationen zu machen, ohne Vorurteile oder vorgefassten Meinungen, damit wir nicht zum Richter werden, dessen Urteile uns selbst treffen.

Er segne uns und richte uns wieder auf, sein Segen trage uns und treibe uns an, seine Liebe lasse unser Herz weiten, damit sein Segen darin Platz findet, der alle Finsternis vertreibt.

Er segne uns mit Liebe, Güte und Barmherzigkeit, und leite uns an, den Frieden zu dienen, denn unsere Menschenwelt ist voller Unfrieden.

Er segne uns, und helfe uns dabei, am anderen noch Gutes zu sehen, damit wir nicht urteilen oder bewerten, sondern selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Wochenbeginn, am Montag der zwölften Woche im Jahreskreis, am Gedenktag des Heiligen Paulinus, des Heiligen John Fischer und des Heiligen Thomas Morus!

+Bischof Oliver Gehringer

Rufe mich an in der Not,

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Jesus will auf uns hören, wenn wir beten, und wie Gott uns zugesagt hat, will auch Jesus uns aus der Not erretten.

Rufe mich an in der Not, so will ich dich erretten und du sollst mich preisen.

Psalm 50,15

Rufe mich an in der Not,
so will ich dich erretten.
Das sagt dir der Herr, dein Gott;
nach seinem Willen sprengt er deine Ketten.

Frage: Haben Sie vielleicht manchmal Gott um Hilfe angefleht und ist bisher noch keine Änderung der Situation eingetreten? Soll man denn nun den Mut verlieren?

Vorschlagl: Nein, auf keinen Fall! Gott wählt in seiner Weisheit manchmal andere Wege als wir möchten. „Harre des Herrn! Sei getrost und unverzagt und harre des Herrn!“ (Psalm 27,14) Üben wir uns doch in Geduld und hoffen wir weiter auf Gottes Macht! Eines Tages werden wir über sein Handeln staunen und ihn anbeten.

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Der Herr ist die Stärke seines Volkes,

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12. Sonntag im Jahreskreis

Eröffnungsvers 

Der Herr ist die Stärke seines Volkes,
er ist Schutz und Heil für seinen Gesalbten.
Herr, hilf deinem Volk und segne dein Erbe,
führe und trage es in Ewigkeit.

Evangelium nach Markus 4, 35-41

Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

An jenem Tag, als es Abend geworden war, sagte Jesus zu seinen Jüngern: Wir wollen ans andere Ufer hinüberfahren. Sie schickten die Leute fort und fuhren mit ihm in dem Boot, in dem er saß, weg; einige andere Boote begleiteten ihn. Plötzlich erhob sich ein heftiger Wirbelsturm, und die Wellen schlugen in das Boot, so dass es sich mit Wasser zu füllen begann. Er aber lag hinten im Boot auf einem Kissen und schlief. 

Sie weckten ihn und riefen: Meister, kümmert es dich nicht, dass wir zugrunde gehen?

Da stand er auf, drohte dem Wind und sagte zu dem See: Schweig, sei still! Und der Wind legte sich, und es trat völlige Stille ein. Er sagte zu ihnen: Warum habt ihr solche Angst? Habt ihr noch keinen Glauben?

Da ergriff sie große Furcht, und sie sagten zueinander: Was ist das für ein Mensch, dass ihm sogar der Wind und der See gehorchen?

VATER UNSER:
Vater unser im Himmel. 
Geheiligt werde dein Name. 
Dein Reich komme. Dein Wille geschehe, wie im Himmel
so auf Erden. 
Unser tägliches Brot gib uns heute. 
Und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben
unsern Schuldigern. 
Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns
von dem Bösen.
(Mt 6, 9-13)

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Gott, der uns begegnen will

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns begegnen will, damit sich der Blick in unser Leben, und das Leben selbst, für uns verändert, der seine Beziehung zu uns aufrecht hält, auch wenn Welten und Erfahrungsräume dazwischen liegen, und uns in der Kraft seiner Liebe drängt, diese Liebesbeziehung zu leben, segne uns und schenke uns die Gewissheit, dass er uns nicht einen Augenblick aufgibt.

Er mache uns bewusst, dass der Beweis für sein „Ich-bin-da-für dich“, nicht in unserem Erfolg oder Misserfolg, in Wohlergehen oder Unglück liegt, sich auch nicht durch gute Ratschläge oder schwere Vorwürfe eröffnet, und auch nicht in der Lösung einer Sache oder äußeren Situation, sondern im Fühlen seiner Liebe und spüren seiner Nähe.

Er lasse uns erkennen, dass er uns näher ist, als wir uns vorstellen können, und inniger mit uns verbunden ist, als wir denken, er mehr über uns weis, als wir glauben, und weit mehr in uns wirkt, als wir erahnen, denn er ist ein Teil von uns, und wir haben dadurch Anteil an ihm.

Er lasse uns begreifen, dass er der Gott der Liebe und der Gott unseres Lebens ist und bleibt, auch wenn wir und die Welt sich verändern, wenn nichts so bleibt wie es war, wenn alles aus den Fugen gerät und stürmische Zeiten auf uns zukommen, auch wenn die Wellen hoch schlagen und unser Lebensboot zu wanken beginnt, er hält an uns fest und lässt uns nicht los.

Er mache uns bereit, ihm ganz und gar zu vertrauen, in der Beziehung mit ihm zu bleiben und sie ebenso wenig aufzugeben, wie er uns nicht aufgibt, uns von seiner Liebe ins Leben drängen zu lassen, um die Menschen zu bleiben, die er geschaffen und in diese Welt gestellt hat, und seine Kinder nennt.

Er segne uns, und stifte Frieden durch seine Liebe, erfülle unsere Herzen mit österlicher Freude, und mache jeden Tag unseres Lebens zum Freudentag.

Er segne uns mit der Gewissheit seiner Nähe und befreie uns von falschen Sicherheiten.

Er segne uns mit Vertrauen in seine Güte und nehme uns unsere Angst, unsere Zweifel und unseren Kleinglauben.

Er segne uns mit Offenheit und Weite, und vertreibe unsere Engstirnigkeit Kurzsichtigkeit.

Er segne uns, und stärke unseren Glauben, nähre unsere Hoffnung, und entzünde die Flamme seiner Liebe in uns neu, damit wir selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten zwölften Sonntag im Jahreskreis (dritter Sonntag nach Trinitatis, vierter Sonntag nach Pfingsten), am Gedenktag des Heiligen Aloisius Gontaga!

+Bischof Oliver Gehringer

Gottes Liebe ist die Kraft

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Bischof Oliver Gehringer

Gottes Liebe ist die Kraft, die uns drängt und treibt zu tun, was wir tun, nach seinem Willen. Sie prägt unser Leben ganz und gar, und beeinflusst unser Handeln. Wer sie bewusst erfahren hat, für den sind die wesentlichen Akzente seines Lebens anders gesetzt. Jede Einschätzung, jeder Maßstab ist neu und anders geworden. So sehr neu, dass wir dadurch eine neue Schöpfung sind. Solange Gottes unbedingte Liebe die drängendste Kraft unseres Lebens ist, hat sie Auswirkungen auf uns und die Akzente, die wir setzen! (BOG)

Der Herr behüte dich vor allem Übel

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Gott, der Herr, wacht über seinen Kindern.

Der Herr behüte dich vor allem Übel, er behüte deine Seele.

Psalm 121,7

Der Gott, der dich behütet hat, wo du auch bist,
wird von deiner Seite niemals weichen.
Er leitet deinen Weg durch Jesus Christ –
darum wirst du dein Ziel mit ihm erreichen.

Frage: Was kann uns, die wir Gottes Kinder sind, denn Schlimmes passieren im Leben, was könnte uns denn wirklich gefährlich werden?

Vorschlagl: Gott, der Herr, liebt seine Kinder, und wacht mit großer Hingabe über ihnen. Die Bibel sagt in Epheser 6,12: „Wir haben nicht mit Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern mit Mächtigen und Gewaltigen, nämlich mit den Herren der Welt, die in dieser Finsternis herrschen, mit den bösen Geistern unter dem Himmel.“ Wie gut ist es da, dass wir einen lebendigen Gott haben, der allmächtig ist und seine Hand über uns hält zu unserem Schutz!

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Gott, der uns nicht nur aus Liebe erschaffen

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns nicht nur aus Liebe erschaffen und, mit Fähigkeiten, Begabungen und Talenten ausgestattet, mit einem ganz besonderen Auftrag in diese Welt gestellt hat, sondern uns auch eine Persönlichkeit verliehen hat, damit wir ehrlich und authentisch vor ihm und miteinander leben, segne uns und helfe uns dabei, uns wieder auf das Wesentliche und Wichtige, auf unsere Kernkompetenzen zu besinnen.

Er mache uns bewusst, dass wir es nicht notwendig haben, anzugeben und zu prahlen, uns größer zu machen und mehr scheinen zu wollen, als wir sind, denn das, was wir sind, ist schon gut und großartig genug, ist schön und wertvoll, ist wichtig und wesentlich, ist authentisch und ehrlich.

Er lasse uns erkennen, dass nicht Äußerlichkeiten und Verhaltensweisen über den Wert eines Menschen und seines Lebens entscheiden, sondern wie wir uns in bestimmten Situationen und Lebenslagen verhalten, wie wir im Umgang mit anderen reagieren, woran unser Herz hängt, und nicht was, sondern wie wir etwas tun, wenn kein anderer zusieht. Er lasse uns begreifen, dass unser Leben eigentlich reich ist, und wir großzügig beschenkt sind, nicht nur an materiellen Dingen, sondern vor allem an Liebe, Güte, Verständnis, Barmherzigkeit und Mitleid, an innerer Schönheit und Herzenswärme, an Glaube und Hoffnung, und wir täglich aufgefordert sind, diesen wirklichen Reichtum miteinander zu teilen.

Er mache uns bereit, den großen Schatz, den wir in seiner unbedingten, bedingungslosen Liebe und Treue empfangen haben, nicht aus dem Blick zu verlieren, unserm Leben wieder Licht und Leuchten zu verleihen, und unsere Fähigkeiten dafür einzusetzen, das Leben zu wagen, und alles zu leben, was ansteht.

Er segne uns, und lasse in jeder Sekunde unseres Lebens, seine Liebe in uns aufleuchten.

Er segne uns, und schenke uns an jedem Ort seine heilende Gegenwart.

Er segne uns, und lasse seinen Frieden unter uns aufblühen wie die Blumen des Feldes.

Er segne uns und erfülle uns, wenn unsere Hände leer sind, gebe uns Kraft, wenn unsere Liebe zu schwach ist, lasse uns seinen Beistand erfahren, wenn Angst und Zweifel uns bedrängen, und gebe uns Mut, unser Leben zu leben, und täglich neu mit ihm zu wagen.

Er segne uns, und stärke unseren Glauben, gebe unsere Hoffnung Weite, und unserer Liebe Tiefe, damit wir selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Wochenschluss, am Freitag der elften Woche im Jahreskreis, am Gedenktag des Heiligen Romuald!

+Bischof Oliver Gehringer