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Gott, der der uns seinen Heiligen Geist gesandt hat

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der der uns seinen Heiligen Geist gesandt hat, damit er in uns das Feuer seiner Liebe entfacht, damit er uns immer tiefer in die Wahrheit einführt, uns Lehrt und uns erinnert, worauf wir unsere ganze Hoffnung setzen, segne uns, und lasse das Feuer in uns brennen damit wir selbst zur Flamme werden.

Er mache uns bewusst, dass er uns immer wieder Vorbilder geschenkt hat, an denen wir uns ein Beispiel nehmen können, wie stärkend, ermutigend und aufbauend ein lebendiger Glaube wirkt, und wie nachhaltig positiv die Ostergeschehnisse das Leben beeinflussen.

Er lasse uns erkennen, dass es aber nicht nur die „großen“ Heiligen Frauen und Männer sind, die uns vorleben, wovon ihr Herz erfüllt ist, sondern gerade die „kleinen Alltagsheiligen“, also Menschen wie wir, die jeden Tag für ihren Glauben eintreten, Gutes tun, sich nach seinem Wort ausrichten und so das Feuer weiter geben, was in ihnen entfacht wurde und seitdem am Brennen ist.

Er lasse uns begreifen, dass auch wir dazu berufen, erwählt und ausgesendet sind, das Feuer in uns aufrecht zu erhalten und Flamme zu sein, die ansteckend wirkt und wieder Licht in die Dunkelheit der Welt bringt, denn an uns soll die Kraft des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe sichtbar sein für andere.

Er mache uns bereit, uns von Widerständen, Anfeindungen und Ablehnungen nicht irritieren oder gar einschüchtern zu lassen, denn wenn wir treu bleiben, werden wir auch unangenehme Situationen überstehen, und haben dafür seinen Heiligen Geist als Begleiter an unserer Seite.

Er segne uns und erfülle uns mit seiner Liebe, wenn wir Gutes tun wollen, helfe er uns, wenn wir Hilfsbedürftige übersehen, ermahne er uns, und wenn wir uns selbst zu wichtig nehmen, gebe uns sein Segen Humor und Demut ein.

Er segne uns mit Barmherzigkeit, mit Treue und Standfestigkeit, mit Offenheit und Einmütigkeit, und mit dem Feuer seiner Liebe, damit wir zu Flamme werden um füreinander Licht zu sein.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, nähre unsere Zuversicht, lasse unser Vertrauen wachsen, und mache unser Herz von Liebe brennen, damit wir auch selbst zum Segen werden, für alle die uns begegnen.

Allen Freunden, einen gesegneten Wochenbeginn, am Montag der zweiten Osterwoche, am Gedenktag des Heiligen Fidelis von Sigmaringen!

+Bischof Oliver Gehringer

Der erste Angriff der Obrigkeit und auf die junge Gemeinde war kläglich und matt

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Bischof Oliver Gehringer

Der erste Angriff der Obrigkeit und auf die junge Gemeinde war kläglich und matt: das Verbot, „jemals wieder im Namen Jesu zu predigen und zu lehren“ ist geradezu lächerlich im Vergleich zu den Ereignissen und Geschehnisses des Ostermorgens, die ein Schweigen unmöglich machen. Die Gemeinschaft reagiert auf diese Situation nicht mit einer taktischen Lagebesprechung, sondern mit Gebet, das Lobpreis und zugleich Bitte ist. Es hat die übliche Form jüdischer und auch altchristlicher Gebete: Anrufung Gottes, Erinnerung an die Macht des Schöpfers der ganzen Welt und des Herrn der Geschichte, Schilderung der gefährlichen Lage, und die Bitte um die Kraft des Heiligen Geistes. Die Drangsale, die sie erleiden müssen, weil sie ihren Glauben an Jesus Christus bekennen und praktizieren, deuten Petrus und Johannes im Licht des Auferstandenen, und halten trotz aller Widerstände an dem fest, was sie erlebt, gesehen und erfahren haben, und worüber sie unmöglich schweigen können. So geben sie uneingeschränkt und unermüdlich weiter, wovon ihr Herz erfüllt ist und regelrecht brennt. Sie lassen sich nicht davon abhalten, das Feuer auch in anderen zu entzünden damit ein „Flächenbrand der Liebe, Güte und Barmherzigkeit“ entfacht wird. Und es brennt bis heute und wirkt nach wie vor ansteckend. Die Heilige Schrift liefert auch uns die Schlüssel dafür, in den Fügungen unseres Lebens einen Sinn zu erkennen. Wenn wir regelmäßig die Bibel lesen, eröffnen sich auch uns dafür immer wieder unerwartete Einsichten, weil Gottes Geist immer noch wirkt, führt und stärkt. Es kommt aber auch auf uns selbst an, ob wir Feuer und Flamme sein können und wollen, oder ob wir kalte Asche sind. Danach richtet sich, wie sehr wir einander damit entfachen können, oder nicht! Machen wir unser Herz brennen! (BOG)

„Seht meine Hände und Füße, ich bin’s selber“ (Luk 24,39)

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Aus tiefer Not schrei ich zu dir

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Wenn man von einem idealen Zustand mit einem Feuer im Herzen erzählt

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Bischof Oliver Gehringer

Wenn man von einem idealen Zustand mit einem Feuer im Herzen erzählt, weckt das die Sehnsucht und nicht selten sogar das Bemühen, ihm nahezukommen. Ermahnt man dagegen die Menschen, sich um ein Ideal zu bemühen, so weckt das eher Verdruss; sie fühlen sich überfordert oder sogar belästigt. Aus diesem Grund zieht es der Verfasser der Apostelgeschichte vor, den Lesern und Hörern ein Idealbild vor Augen zu führen, so wie es sein soll(te) und es in der Urgemeinde auch war. Selbst dann, wenn es so, wie es beschrieben ist, heute nicht mehr machbar und/oder denkbar ist, weil schon ein Zuviel an Persönlichkeit und Individualität vorherrscht, ist es doch ratsam, dieses Idealbild einer christlichen Gemeinde, einer betenden, feiernden, hoffenden, glaubenden und liebenden Gemeinschaft, auf einem wirken zu lassen. Es hat auch schon auf unzählige Menschen unglaubliche Auswirkungen gehabt. So gab und gibt es zum Beispiel immer noch den Anstoß zur Gründung vieler Ordensgemeinschaften und auch anderer Formen christlichen Gemeinschaftslebens. Der Mensch von heute glaubt zwar, aber er meint auch, es alleine und im „stillen Kämmerlein“ tun zu müssen, weil der Glaube ja auch eine „Privatsache“ ist. Nur er vergisst dabei etwas Wesentliches: ein Glaube, so gut und stark er auch scheint, verkümmert, wenn er nicht geteilt, mitgeteilt und gelebt wird. Es gehört eben auch mehr dazu, als „nur“ einen Glauben zu haben. Der Glaube an den Auferstandenen ist Staunen und Freude, er ist Dank und Treue. Wer sich von der Gemeinde absondert, hat es schwer mit dem Glauben. Denn der Glaube lebt nicht vom Grübeln, sondern vom Hören, vom gemeinsamen Gotteslob und Gottesdienst, auch von den gemeinsamen Aufgaben. Das, was den Glauben ausmacht und aufrecht erhält, ist in der Gemeinschaft zu finden: die Lehre Jesu und das Festhalten an seinem Auftrag, das Brotbrechen und das gemeinschaftliche Mahl, das Füreinander und Miteinander, das gemeinsame Gebet und der Austausch untereinander. Durch die freudige und hochherzige Gemeinschaft aller übte die kleine Gruppe eine starke Anziehungskraft aus. Auch heute kommt es mehr auf die Kraft des Glaubens und der Liebe als auf gekonnte Werbung an. Wir sollten wieder versuchen, dem Idealbild ähnlich zu werden. Es wird uns allen gut tun! (BOG)

Gott ist der König der ganzen Erde

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Jesus vergleicht die Gläubigen mit Schafen. Einem Hirten, der sie treu umsorgt, folgen sie gerne.

Meine Schafe hören meine Stimme und ich kenne sie und sie folgen mir; und ich gebe ihnen das ewige Leben und sie werden nimmermehr umkommen, und niemand wird sie aus meiner Hand reissen.

Johannes 10,27+28

Gott ist der König der ganzen Erde,
wir, seine Kinder, sind seine Herde.
Wir kennen die Stimme des Hirten genau,
darum der feindlichen Stimme nie trau`!

Frage: Gibt es denn so viele falsche Stimmen?

Vorschlag: Ja, leider! Wie können wir denn wissen, welches die richtige Stimme ist, der wir gehorchen sollen? Dazu brauch wir unbedingt die Bibel. Die tägliche Lektüre der Heiligen Schrift vemittelt uns die Stimme Jesu, des Guten Hirten, der uns auf rechter Strasse führt um seines Namens willen.

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Gott, der uns durch die Auferstehung seines Sohnes

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns durch die Auferstehung seines Sohnes, die frohe und froh machende Botschaft vom Heil für die ganze Welt offenbart und ins Herz gelegt hat, damit wir uns davon ermutigen und inspirieren lassen, sie weiter zu erzählen und einander beim Auferstehen zum neuen Leben helfen, segne uns, und lasse das Feuer seiner Liebe in unseren Herzen brennen.

Er mache uns bewusst, dass wir dabei immer wieder auch auf Widersacher treffen werden, Menschen die die Wahrheit verleugnen und sich lieber in ihre Lügengeschichten zurückziehen, nur um nicht bekennen zu müssen, wie falsch ihr bisheriges Verhalten gewesen ist.

Er lasse uns erkennen, dass wir uns davon nicht entmutigen lassen brauchen, denn wir haben die Botschaft des Lebens als sicheres Argument, das Feuer des Geistes als brennende Wahrheit, und die Liebe des Auferstandenen als Berührungselement in uns, und brauchen ihnen nur Raum geben, um sich entfalten zu können und zu wirken.

Er lasse uns begreifen, dass nur die Wahrheit uns wirklich frei macht, auch wenn sie oft schmerzt oder nicht so gerne gehört wird, aber die Wahrheit heißt auch leben, glauben, hoffen und lieben, sie macht das Dunkle hell und vertreibt die Finsternis, wo immer sie sich auch zeigt und sich ihren Weg bahnt.

Er mache uns bereit, unsere Aufmerksamkeit nicht vorwiegend auf die tagtäglichen Schreckens- und Unfallmeldungen zu richten, sondern auf die meist kleinen und unscheinbaren Wunder des Alltags, denn dank ihrer können wir ahnen, ja glauben, dass es trotz aller Vergeblichkeit und allem Bösen in der Welt die große Auferstehung gibt, die er uns eröffnet hat, und die er uns in unserem Leben schenken will.

Er segne uns, segne uns, dein Segen leuchte auf im Lachen der Kinder, werde spürbar in der Gemeinschaft der Glaubenden, und werde weitergetragen, wo Geschwister einander begegnen und in Liebe dienen.

Er segne uns und behüte uns, lasse seinen österlichen Segen unsere Herzen berühren, lasse sein Angesicht leuchten über allen, die das Osterlob verkünden, und gebe mit seinem Segen auch Frieden in unsere Herzen.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, nähre unsere Zuversicht, lasse unser Vertrauen wachsen, und mache unser Herz von Liebe brennen, damit wir auch selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Wochenschluss, am Freitag der Osteroktav, am Gedenktag des Heiligen Anselm, und des Heiligen Konrad von Parzham!

+Bischof Oliver Gehringer