Gott liegt offensichtlich sehr viel an der Freiheit

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Gott liegt offensichtlich sehr viel an der Freiheit, zudem er den Menschen befreit hat. Es liegt ihm aber auch sehr viel am freien Willen, und die Freiheit sich frei und ungezwungen entscheiden zu können. Er hält die Menschheit tatsächlich für fähig, nicht nur die falschen, sondern auch die richtigen Entscheidungen zu treffen. Zu solchem Optimismus kann man sich auf zweierlei Weise verhalten. Entweder man stimmt dem zu und versucht danach zu handeln. Oder man zieht es in Zweifel und versucht, dennoch danach zu handeln, damit man durch diese ans Wundersame grenzende Hoffnung, die in einem gesetzt ist, nicht beschämt wird. Wie immer man auch zu diesem Optimismus Gottes steht, der Mensch hat in allem, was er tut, immer zwei Optionen zu wählen: entweder er tut das Richtige, oder er tut das Falsche. Es gehört zum Wesen des Menschen, dass er zwischen Gut und Böse unterscheiden und wählen kann, und zum Wesen Gottes, dass er sich um sein Geschöpf, den Menschen, kümmert. Für welche Seite der Mensch sich in seinem freien Willen auch entscheidet, diese Entscheidung nimmt ihn keiner ab. Er trägt selbst die Verantwortung und auch die Konsequenzen für sein Tun oder Lassen, und kann keinem die Schuld dafür geben, schon gar nicht Gott. Obwohl der Mensch sehr gerne auf seine Freiheit beharrt, uns sich gegen „Bevormundung“ verwehrt, so ungern will er verantwortlich sein, wenn die getroffenen Entscheidungen falsch waren und Folgen haben, deren Ausmaß er nicht mal ansatzweise abschätzen kann. Scheinbar zweifelt der Mensch extrem an seiner Fähigkeit, zwischen Gut und Böse, Recht und Unrecht, Richtig und Falsch zu unterscheiden, und hat auch Schwierigkeiten damit, Verantwortung zu übernehmen und Konsequenzen zu tragen. Und ganz offensichtlich kann er mit seiner Freiheit nicht umgehen, oder kommt damit nicht zurecht. Mensch sein, vor allem ein freier Mensch zu sein, ist schon eine Herausforderung die den ganzen Menschen fordert. Wenn man nun aber die Entscheidung trifft, den Weg mit Gott zu gehen, dann hat man zwar immer noch die Freiheit Ja oder Nein zu manchen Wegstrecken zu sagen, und Gott wird einem diese Freiheit nicht nehmen, aber man hat dann zumindest schon einmal ein Ziel vor Augen, auf das man vertrauensvoll blicken kann. Sieht man es nicht mehr, dann hat man wohl eine falsche Entscheidung getroffen und kann (muss) wieder umkehren. Mehr Hilfestellung wird man aber in seinem Leben nicht bekommen, um seine Freiheit nicht zu verlieren. Es liegt nun an uns, wofür wir uns entscheiden wollen. Also sollten wir gut überlegen! (BOG)

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s