Gott, der alles, was ist aus dem Nichts erschaffen hat

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Gott, der alles, was ist aus dem Nichts erschaffen hat, kann am Ende sagen: „Ich mache alles neu“. Er allein hat die Macht dazu. Die Menschen können Revolutionen anzündeln, Systeme ändern, Regime stürzen, Gesetze verabschieden, sie werden es immer wieder mit dem alten Menschen zu tun haben. Den neuen, erneuerten Menschen kann nur Gott schaffen. Er schafft ihn von innen her: indem er selbst in den Raum des Menschen eintritt und darin beginnt, seine Wirkkraft zu entfalten. Die neue Menschheit und mit ihr die neue Schöpfung haben bereits begonnen, doch noch sind sie verhüllt; selbst wenn die ersten Schleier schon gefallen sind. Aber erst dann, wenn alles von Grundauf erneuert ist, wird auch die Letzte Hülle gefallen sein, und Gottes Reich mitten unter den Menschen, wird sich in seiner ganzen Pracht und Herrlichkeit zeigen. Dabei geht es aber nicht um einen frommen Wunsch oder eine phantastische Spekulation, sondern allein darum, dass die Christen ihre Situation in dieser vergehenden Welt und in der kommenden Welt Gottes begreifen sollen. Am Ende der Offenbarung kehren die Bilder des Anfangs wieder zurück: der Paradiesstrom, der Baum des Lebens, der Sieg des Lichts über die Finsternis, Freude, Glück, Liebe, Frieden und Harmonie. Es ist die vorgesehene und im Ursprung gedachte Einheit der ganzen Schöpfung, mit all seinen Geschöpfen, und ihrem Schöpfer. Die Fusion von Heilsplan und Wirklichkeit, die Realität von Glauben, Hoffnung und Liebe, die Welt, ein Paradies in das der Mensch gestellt ist, um es zu bewahren. Darum hat es nicht nur einen guten Grund, sondern auch seinen tieferen Sinn, dass die Bibel, wie sie heute gelesen wird (und soll!), eine Geschichte darstellt, die mit der Schöpfung des Alls beginnt und mit dem Ende der Welt schließt und damit jede Epoche der Geschichte und jeden Menschen an seinem Ort in der Geschichte in den Zusammenhang stellt. Wir sind wie Puzzlesteine, die nur dann auch ein schönes und entsprechendes Bild ergeben, wenn sie eine Einheit bilden, an der richtigen Stelle eingefügt werden, und sich gegenseitig Halt geben, indem sie sich ergänzen. Gott hat jeden an seinen Platz gestellt, und dort ist er auch genau richtig um das Bild zu vervollkommnen. Nicht mehr, aber auch nicht weniger. Das muss uns allen aber auch erst wieder bewusst werden! (BOG)

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