Heute, in einer so „aufgeklärten und modernen Welt“

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Bischof Oliver Gehringer

Heute, in einer so „aufgeklärten und modernen Welt“, in der Menschen alles können und kennen (müssen,) und alles wissen (wollen) ist es oft nicht anders, als in der biblischen Geschichte beschrieben. Überall dort, wo Menschen ihren Taufauftrag ernst nehmen und erfüllen, sich für den Glauben einsetzen, neue Hoffnung bringen (wollen) und die Liebe Gottes verkünden, wo sie als „Propheten“ auftreten, um den Menschen Gottes Wort nahe zu bringen, um die Wahrheit zu sagen und auf die Wirklichkeit aufmerksam zu machen, da sind sie den „Bewohnern der Erde“ lästig, als unangenehme Zeitgenossen, oder Fanatiker abgestempelt. Die Stimme Gottes wird zum Verstummen gebracht:, seine Botschaft wird nicht mehr gehört oder lächerlich gemacht, der Glaube als Relikt einer längst vergangenen Geschichte angesehen. Eine so moderne, aufgeklärte, säkularisierte Welt, braucht keinen „Gott“ mehr, zumindest nicht den, der die Welt erschaffen und der Menschheit das Leben geschenkt hat. Denkt sie, und bastelt sich „neue“, eigene Götter, die dem „Zeitgeist“ ihrer Vorstellungen entsprechen, zwar nichts mehr bewirken, aber so geformt werden können, wie es einem eben passt. Eine „multikulti“, von selbsternannten „Gutmenschen“ gesteuerte Gesellschaft, schafft einen undefinierbaren „Einheitsbrei“ der mehr Schaden anrichtet, als er Gutes tun kann. Glaubensverfolgungen, wie sie derzeit wieder in unglaublich vielen Ländern der Welt stattfinden, werden zwar „registriert“ und finden Worte des Bedauerns, aber es wird nichts dagegen getan, und Menschen einfach ihrem Schicksal überlassen. Das ist alles weit weg, und es sind ja alles nur „Einzelfälle“, so lauten die Erklärungen, um das eigene Versagen und die eigene Mitschuld daran zu leugnen oder eine Ausrede dafür zu finden. Doch die biblische Geschichte hat auch solche Szenarien vorausgesehen, aber nicht als Drohbotschaft, sondern als Frohbotschaft, als Hoffnungs- und Trostbotschaft, in der verheißen wird, dass alle Leiden und Qualen (noch) nicht in den Untergang, sondern in die Veränderung führen werden. Wenn Menschen auch heute noch ihren Sendeauftrag, den sie in der Taufe erhalten haben, ernst nehmen, und Gottes Wort, seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit durch vorleben verkünden, und nicht müde darin werden, Menschen auf den richtigen Weg zurück zu führen. Eigentlich geht es jeden Christenmenschen an, so zu handeln und als „Prophet“ in einer veränderungsbedürftigen Welt aufzutreten. Aber bereits einer kann schon etwas bewirken, eine „Kettenreaktion“ des Glaubens initiieren, ein Umdenken auslösen – DU bist der EINE, darauf zu warten, dass es ein anderer sein wird, ist vergebens, und mit „DU“ sind wir alle gemeint! (BOG)

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