Wer wirklich glaubt, und seinen Glauben auch lebt

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Wer wirklich glaubt, und seinen Glauben auch lebt, nicht nur bekennt oder in Dokumenten eingetragen hat, der trägt in sich eine Zuversicht, die in der Bibel so beschrieben wird: „Ich bin überzeugt, dass die Leiden der gegenwärtigen Zeit nichts bedeuten im Vergleich zu der Herrlichkeit, die an uns offenbar werden soll!“ Ein hoffnungsfroher Satz, den man sich zu eigen machen und immer wieder einmal hervorholen sollte. Damit sind die Leiden nicht verharmlost, die in ungeheurem Maß unzähligen Menschen zugemutet werden; aber diese Überzeugung und Zuversicht durchbricht alle Ohnmacht und und auch Hoffnungslosigkeit, die lähmen und deprimieren kann, und bei vielen auch tut. Wer wirklich glaubt, und seinen Glauben auch lebt, der glaubt an den Durchbruch, den Jesus geschafft hat, so unglaublich er zuweilen erscheinen mag. Jesus hat Gott seinen Vater genannt, denn anders als alle Geschöpfe und die ganze Schöpfung ist er Gottes Sohn „gezeugt, nicht geschaffen“. Der Geist, der vom Vater ausgeht, erfüllt, führt und verherrlicht ihn. Denselben Geist empfängt in der Taufe der Glaubende, und wird so in den Lebensstrom zwischen Vater und Sohn einbezogen, er wird im Sohn ebenfalls zum Sohn, zur Tochter, zum Kind. Und weil Jesus die Macht des Todes durchbrochen und die Vergänglichkeit besiegt hat, hat er für alle, die glauben wollen und können, die sich darauf einlassen und den Glauben auch leben, den Himmel geöffnet und die Ewigkeit geoffenbart. Wer also wirklich glaubt, und den Glauben auch lebt, der hat auch eine Hoffnung in sich, die ihm zum „Erben Gottes“ macht, denn er hat dem Menschen seine Schöpfung anvertraut, und durch ihn soll die ganze Schöpfung am ewigen Leben Gottes teilhaben. Durch die Erlösung des Leibes ist der Mensch zur Freiheit und Herrlichkeit der Kinder Gottes berufen. Das Leiden aller Geschöpfe, sind die Geburtswehen der neuen Schöpfung, die schon im Jetzt beginnt. Wer wirklich glaubt, und seinen Glauben auch lebt, in dem brennt das Feuer von Gottes Liebe, und die gibt einem auch dann noch Halt, wenn alles haltlos geworden ist. Das Wissen um Gottes unbedingte und bedingungslose Liebe, hilft einem dabei, Leid, Schmerz und Trauer in seine liebenden Hände loszulassen.Wer wirklich glaubt, und seinen Glauben auch lebt, dem gibt der Ruf: „O Gott, ich glaube; hilf meinem Unglauben!“ auch dann noch eine Sicherheit, wenn nichts mehr „sicher“ zu sein scheint – denn Gott ist da, und das ist sicher! (BOG)

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