Der glaubende Mensch, der Christ

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Der glaubende Mensch, der Christ, ist vielen Versuchungen ausgesetzt, die nur den einen Zweck verfolgen, ihn von Gott zu trennen, seinen Glauben in Frage zu stellen, ihm seine Hoffnung zu nehmen, ihn in seiner Liebe zu verunsichern, sein Vertrauen zu erschüttern, und ihm die Freiheit zu nehmen, zu der Gott den Menschen befreit hat. Solche Versucher und Versuchungen gibt es viele und überall, in jeder Lebensphase, in jedem Alter, in allen Situationen. Es ist ein „Kampf“ den der glaubende Mensch zu bestehen hat, der aber auch an seinen Kräften zerrt, doch auch in Beharrlichkeit zum Sieg führt. Immer wieder sind es die alltäglichen Situationen, sie Sorgen und Nöte der gegenwärtigen Zeit, die einem auch schon mal Zweifeln lassen an der Liebe Gottes und seiner Gegenwart in allen Dingen. Es ist das Leid, der Schmerz, die Gewalt, die Menschen einander antun, ohne nachzudenken. Der Glaube gibt zwar nicht immer eine Erklärung dafür, aber er hilft einem, die schweren Zeiten zu überstehen. Die Hoffnung, das Gott alles zum Guten führt, gibt einem den Halt in der Unsicherheit. Die Liebe, die Gott einem schenkt und die man selber weiter schenken darf, hält allem stand, auch den Enttäuschungen und inneren Verletzungen. Vertrauen auf Veränderung, letztlich, gibt dem glaubenden Menschen eine Zuversicht, auch wenn im Augenblick alles trostlos und hoffnungslos erscheint. Die „Waffen“, die der Mensch für den „Kampf“ gegen die Versuchung bekommen hat, sind: Wahrheit, Gerechtigkeit, Friede, Heil, Glaube, Geist, Wort Gottes. Hier sind zwar ungleiche Größen aneinander gereiht; aber „die Kraft und Macht des Herrn“ ist in ihnen allen. Standhalten ist die Losung und der Weg. Eines sollte dem glaubenden Menschen aber klar sein: Gott ist nicht der Verursacher von Leid und Schmerz, aber er hilf dagegen vorzugehen. Der Mensch, der von Gott den freien Willen erhalten hat, entscheidet immer selbst, für welche Seite er in den „Kampf“ zieht, ob für Gut oder Böse. Der Mensch trägt die Verantwortung für sein Tun und Unterlassen, und hat auch die Konsequenzen dafür zu tragen. Doch Gott hilft auch den, der umkehrt, bereut und bereit ist, sich zu ändern. Es ist eine Chance für das Gute! Wir sollten sie ergreifen! (BOG)

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