„Einst“ und „Jetzt“ sind nicht nur Angaben und Aussagen

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

„Einst“ und „Jetzt“ sind nicht nur Angaben und Aussagen über ein zeitliches Früher und Später. Der wirkliche Unterschied ist: ohne den Glauben, die Hoffnung und die Liebe, und mit. Ohne den Glauben war der Mensch Finsternis, durch den Glauben ist er zum Licht geworden. Ohne die Hoffnung war der Mensch trostlos und der Vergänglichkeit unterstellt, durch die Hoffnung ist er getröstet worden und hat die Ewigkeit erkannt. Ohne die Liebe war der Mensch ohne Leben, reduziert auf seine Existenz, kalt und ohne Gefühl für das Wesentliche und Wichtige, durch die Liebe ist er wiedergeboren zu einer Lebendigkeit die alle Erwartungen übersteigt, erfüllt mit dem Geist der Freiheit und voll Freude über echte und wärmende Zuneigung Gottes und des Nächsten. Ohne Gott war der Mensch in seiner Schuld und seinem schuldhaften Verhalten gefangen, unfähig sich daraus zu lösen und zu überheblich, um Hilfe anzunehmen, mit Gott hat der Mensch seine Vergebung erhalten und eine Freiheit geschenkt bekommen, um sich von den verkehrten Bindungen endgültig zu trennen, durch die Hilfe, die Gott einem dazu durch den Geist gibt. Und dennoch hat der Mensch, im „Einst“ und „Jetzt“, den freien Willen behalten, sich selbst zu entscheiden in welche Richtung er tendiert und welchen Weg er gehen will. Gott hat das „Einst“ des Menschen in seine Hand genommen und in das „Jetzt“ gewandelt, damit er ein „Morgen“ hat, das er im Augenblick noch gar nicht begreifen oder realisieren kann. Der Mensch, in seinem Denken, Reden und Tun, von Gottes Barmherzigkeit geprägt, bestimmt nur seine eigene Gegenwart, die er auch zu beeinflussen vermag und für die er Verantwortung trägt. Der Mensch hat die Wahl, Gott für sich anzunehmen und mit ihm sein leben zu gestalten, das heißt aus dem „Einst“ heraus in das „Jetzt“ zu gehen, oder im „Einst“ zu bleiben, und darauf zu verzichten, seinem Leben einen tieferen Sinn zu geben. Eigentlich eine wirklich sehr einfache Wahl, doch diese Entscheidung wird einem nicht abgenommen, sondern die muss man schon selbst treffen! Ich habe mich entschieden! (BOG)

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