Hin und wieder sollte jeder einmal darüber nachdenken

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Hin und wieder sollte jeder einmal darüber nachdenken, wie frei oder unfrei er wirklich ist, was Freiheit für einen bedeutet und wie sich diese Freiheit konkret im eigenen Leben, im Denken, Tun und Handeln widerspiegelt. Die meisten Menschen sind wohl beides, beides mehr oder weniger. Ein sauberes Trennen in frei oder unfrei ist kaum möglich. Im Lauf des Lebens und der Eingliederung in Lebensverhältnisse und Gesellschaftsformen, mit ihren je eigenen Vorstellungen und Idealen von Freiheiten und je eigenen Zwängen, wird einem immer wieder spürbar bewusst: Die Trennungslinie zwischen „frei und unfrei“ läuft durch einen selbst wie durch jeden andern auch. Gott hat den Menschen zur Freiheit befreit, als sein Kind angenommen und ihm Erlösung geschaffen, damit er von Schritt zu Schritt und in allen Verhältnissen auf der Spur dieser geschenkten Freiheit bleiben kann. Der Mensch soll sie zum Kriterium machen für sein Verhalten mitten in der Wirklichkeit der Welt und alldem, was einem darin begegnet. Es ist eine Freiheit fern aller Beliebigkeit, eine Freiheit mit hohem Anspruch. Auch wenn sie einem geschenkt ist, leben muss man sie selbst, Tag für Tag. Wir haben die Wahl, ob wir nach Regeln und Ordnungen, nach Vorschriften und Gesetzen, also in „Unfreiheit“ leben wollen, indem wir die Verantwortung für unser Tun und Lassen abgeben, weil es so „geschrieben steht“, oder ob wir mit Verantwortung eine Freiheit leben wollen, in der unser Handeln von Gottes Liebe bestimmt ist und wird. Es ist unsere Entscheidung, jeden Tag aufs Neue! (BOG)

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