Irgendwann in seiner Entwicklung hat der Mensch aufgehört

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Irgendwann in seiner Entwicklung hat der Mensch aufgehört, zu sein, was er ist, und zu werden was er sein sollte, anzunehmen was er hat, und zu akzeptieren, das jeder Mensch anders ist. Der Mensch hat dann begonnen, sich Idole, nicht Ideale zu suchen, um ihnen nachzueifern, den Stars und Sternchen nachzulaufen, sich von ihrem „Schein“ blenden zu lassen, und so werden zu wollen, wie sie. Dabei haben viele nicht nur ihre eigene Identität aufgegeben, sondern auch ihre Persönlichkeit, ihren Charakter, und die ureigenste Würde, die jedem Menschen seit seiner Schaffung geschenkt ist. Der Mensch hat angefangen, andere Menschen „anzubeten“, den „Smarten“ nachzulaufen, sie zu „vergöttern“, um so zu sein, wie sie. Der Mensch hat sich von anderen Menschen begeistern lassen, hat sie dafür bewundert, sich von ihnen angeregt gefühlt, sich von ihnen leiten und verleiten lassen, nur hat er dabei ganz vergessen, dass es nur seine Mitgeschöpfe sind, nicht seine Schöpfer. Der Mensch ist zum „Parteigänger“ verkommen, von Menschen derer er sich rühmt, auf die er sich eingeschworen hat, und die er als das einzig richtige noch wahrnimmt. Das finden wir schon in der biblischen Geschichte, und das ist auch heute noch so. Aber es gab und gibt auch heute noch, Menschen, die dagegen auftreten, Kritik daran üben, das seltsame Verhalten aufzeigen und anprangern. Es ist eine zeitlos, aktuelle Kritik, nicht nur an der zivilen Gesellschaft, sondern leider auch an einander gegenseitig ausschließenden Theologien, Konfessionen und Kirchen. Man kann nur dafür beten, dass hoffentlich bald, die geradezu beschwörende Rede vom (Zusammen-)Gehören, Gehör findet, denn sie ist in einer globalen Welt aktueller denn je: Kaum etwas kann mehr helfen und motivieren als das Bewusstsein, eng zusammenzugehören: miteinander, mit der Welt, mit Gott! (BOG)

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