Gott, der uns überaus ernst nimmt

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns überaus ernst nimmt, weil wir für ihn wichtig und wertvoll sind, der mit uns in Kontakt tritt, weil er den Dialog mit uns sucht, damit wir hören, zuhören und verstehen, der uns dort abholt, wo wir gerade stehen, damit wir weiterkommen und nicht zurück bleiben, segne uns, und öffne unser Herz für seine Worte der Liebe und für seine Botschaft vom Heil.

Er mache uns bewusst, dass er weder unsere Fehler, unser Versagen, noch unsere Schuld übersieht oder sie gering achtet, aber sie aus Liebe zu uns vergibt, wenn wir sie erkennen, ehrlich bekennen, und mit ihm darüber reden.

Er lasse uns erkennen, dass er sich nicht ein vorschnelles Urteil über uns gebildet hat, weil er sehr gut und sehr genau über uns bescheid weiß, und uns besser kennt, als wir uns selbst, aber wir in unserer Sturheit und Überheblichkeit oft noch eins draufsetzen, und statt ihm zuzuhören um zu verstehen, nur selektiv wahrnehmen um zu antworten und uns auszureden.

Er lasse uns begreifen, dass er mit sich reden lässt, wenn wir mit ihm reden, er Worte der Liebe für uns hat, wenn wir bereit sind auf ihn zu hören, und er uns antwortet, wenn wir uns darauf auch einlassen können, seine Antwort anzunehmen und uns danach zu richten.

Er mache uns in allem bereit, uns seiner Führung und Weisung anzuvertrauen, auf seine Worte zu hören und seine Botschaft anzunehmen, seinen Willen zu beachten und sein Heil zuzulassen, es uns nahegehen zu lassen und uns Zeit zu nehmen, um über unseren Umgang mit Schuld nachzudenken, damit wir im Gespräch mit ihm bleiben, auch wenn wir noch nicht alles so richtig umsetzen können, wie wir es gehört, wahrgenommen und verstanden haben.

Er segne uns, denn sein Segen ist die Sonne über unserem Tag, ist uns Leitfaden und Kompass auf dem Lebensweg, ist uns Schutz und Beistand bei allen Problemen und Konflikten.

Er segne uns und wende sich uns zu, tröstet uns mit seinem Segen, wie eine vertraute Melodie aus Kindheitstagen, stille den Hunger der Seele wie eine Mahlzeit im Kreise guter Freunde, und macht frei wie das versöhnende Wort nach langem Streit.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, nähre unsere Hoffnung, gebe unserem Vertrauen Kraft, und lasse die Flamme seiner Liebe in uns brennen, damit wir selbst auch zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten siebzehnten Sonntag im Jahreskreis (zehnter Sonntag nach Pfingsten, neunter Sonntag nach Trinitatis), am Gedenktag des Heiligen Christophorus, und des Heiligen Scharbel Mahlur!

+ Bischof Oliver Gehringer

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