Immer wieder kann man in der biblischen Geschichte Berichte und Erzählungen hören

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Immer wieder kann man in der biblischen Geschichte Berichte und Erzählungen hören, die zum Nachdenken und Vorausdenken anregen, denn sie zeigen einem das ganze Ausmaß menschlicher Schwäche, und geben einem so ein Beispiel, es heute anders zu machen. Wenn man von der Liebe des Anfangs zwischen Gott und seinem Volk liest, und dann die Treulosigkeit derer, die sich – satt geworden – davon abgewandt haben hört, dann kann man durchaus auch parallelen im oft (un)menschlichen Verhalten von Christenmenschen heute ziehen. Auch heute ist die „doppelte Untat“, nämlich den lebendigen Gott verlassen, die Liebe zueinander vergessen, den Quell des Lebens aufgeben, und sich stattdessen Zisternen graben, die das Wasser nicht einmal wirklich halten, in vergleichbarer Weise zu finden. Man kann das noch weiterführen, denn die Linie zieht sich ungebrochen bist in die Gegenwart durch. Und statt darüber entsetzt zu sein, hat der Mensch sich scheinbar daran gewöhnt und haltet es für Normalität. Ein klassischer Fall, sich an schlechten Beispielen der Geschichte zu orientieren und die selben Fehler zu wiederholen. Das betrifft aber nicht nur das Glaubensleben, sondern auch das zwischenmenschliche Zusammenleben. Wie aber, kann man diese Wiederholungen stoppen, den Kreislauf durchbrechen, die Spirale verlassen, und wie kommt man da heraus oder weiter? Erinnerungsarbeit ist angebracht und an der Zeit. Was war das Beste, das man selbst erfahren hat? Was war in seiner eigenen Gottesbeziehung und Gotteserfahrung das Beste? Wann ist die Erinnerung daran schwach geworden oder verloren gegangen, die Beziehung auf der Strecke geblieben? Wenn man in seiner eigenen Glaubensgeschichte zurückgeht, sich wieder an Wichtiges und Wesentliches erinnert, und sich einen gläubigen Menschen sucht, dann kann man bei ihm ansprechen und aussprechen, was war und was nun ist, und vor allem, was sein soll und werden wird. Und mit Gottes Hilfe findet man dann auch auf den Weg wieder zurück, der einem zur Vollendung führt! (BOG)

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