In der biblischen Geschichte sprechen die Propheten sehr oft in konkreten, verständlichen Bildern

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

In der biblischen Geschichte sprechen die Propheten sehr oft in konkreten, verständlichen Bildern, damit die Zuhörer auch gleich von Anfang an verstehen und begreifen, worum es Gott eigentlich wirklich geht. Es sind klare Aussagen, die keine Fehlinterpretation zulassen und die in ihrer Einfachheit überaus deutlich sind. Solche Propheten waren Menschen wie du und ich, aber mit einem besonders ausgeprägtem Feingefühl, mit einer enormen und wachen Sensibilität für das Wesentliche und Wichtige, mit offenen Augen und Ohren, und einem Herzen, das auf die Stimme Gottes ausgerichtet war. So waren sie nicht nur Künder und Verkünder der frohen und froh machenden Botschaft, sondern auch Mahner, Erzieher und Lehrer, damit die Welt hört, versteht und begreift, was Gottes Wille ist. Die Menschen haben sich seit der Zeit der Propheten nur unwesentlich in ihrem Denken und ihrer Art verändert, noch heute fragen sie, welche großartigen Sühneleistungen sie bringen sollen, für die Vergehen und Übertretungen, die sie begangen haben, statt vorher zu Überlegen was gut und richtig ist. Damals führten die Propheten die Menschen zurück zu dem, was wesentlich und wichtig ist. Und das Wesentliche hat immer eine Einfachheit, die auch in komplizierten Wirklichkeiten Maß gibt: Recht tun, Güte und Treue lieben, in Ehrfurcht den Weg des eigenen Lebens, als Weg mit Gott zu verstehen. Heuten fehlen solche Künder, Verkünder und Mahner, es fehlen Lehrer und Menschen mit Sensibilität, Feingefühl und dem Herz am rechten Fleck. Es fehlen der Welt die wirklichen Propheten, die richtig hören und wirklich sehen können, die Gottes Stimme verstehen, und sie auf einfache aber klare Weise den Menschen nahe bringen. Es fehlen der Welt Menschen, die auch heute ihre Wege mit Gott gehen, egal ob irgendwo in vorderster Reihe oder im Hintergrund, ob vor Menschen und Publikum oder ganz unscheinbar, und die Gottes Wort als „Cantus firmus“ für ihr Leben nehmen, als festgelegte Melodie, die von vielen Stimmen umspielt wird, ohne sich selbst zu ändern. Es fehlt der Welt an Menschen, wie DU und ICH. Werden wir wieder zu solchen Menschen, die die Bedürftigen und das Zusammenleben aller im Blick haben, die Güte und Treue verwirklichen, und die ihren Lebensweg als Weg mit Gott begreifen! (BOG)

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