In den Prophetenbüchern kann man einen Satz nachlesen

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Bischof Oliver Gehringer

In den Prophetenbüchern kann man einen Satz nachlesen, der zwar überaus positiv klingt, aber leider bis heute nur sehr selten Umsetzung erfahren hat: „Nehmt Neuland unter den Pflug!“. Aber wer ist schon dazu bereit, solange es einem selbst gut geht, solange alles so läuft, wie bisher, und der eigene Wohlstand einigermaßen gesichert scheint? Warum sollte man sich auch auf etwas „Neues“ einlassen, warum Kraft für etwas aufwenden, was einem aktuell nicht „mehr“ bringt, warum etwas Neues wagen, wenn doch aus dem „Alten“ noch so einiges an Ernte herauszuholen und einzubringen ist? Trägheit, Unflexibilität, Scheu vor dem persönlichen Einsatz, Angst zu kurz zu kommen, wenn man anders ist, als andere, engstirniges Denken, und das Fehlen von Vorausschau und Weitsicht, sind unter anderem Gründe dafür, warum sich damals, wie heute auch, nicht viel verändert oder neu formiert hat. Das ist in allen Bereichen so, ob nun in Politik, Wirtschaft, Kunst, Kultur, Religion. Es ist die Unbeweglichkeit des Menschen, sich auf „Neuland“ einzulassen. Das Volk Gottes war zu Zeiten der biblischen Geschichte alles andere als glücklich, aber es hat sich mit der leidigen Situation arrangiert, und lieber gejammert und geklagt, statt etwas zu verändern. Es brauchte schon die eindringliche Mahnung, sowie die scharfen aber durchaus klaren und berechtigten Worte eines charismatischen Propheten, um aus dem ewig Gewohnten auszubrechen und heilvollere Wege zu beschreiten. „Es ist Zeit, den Herrn zu suchen; dann wird er kommen und euch mit Heil überschütten!“ Das ist eine herrliche Verheißung, eine glaubwürdige Heilszusage, ein umsetzbarer Heilsplan für das eigene Leben und auch darüber hinaus. Wer könnte heute, angesichts von Chaos, Katastrophen, andauernder sozialer und menschlicher Ungerechtigkeit, und asymmetrischer Verteilung der Güter dieser Welt auch nur im geringsten daran zweifeln, dass es an der Zeit ist, in Politik und Wirtschaft, in Gesellschaft und allen öffentlichen Bereichen, wie auch im privaten Leben Neuland unter den Pflug nehmen zu müssen! Doch welches Neuland wäre das? Vielleicht schon eine andere Sicht der Dinge, ein Wechsel der Perspektiven, ein Weiterdenken als nur bis zur eigenen Person, oder die Bereitschaft, etwas nicht nur verändern zu wollen, sondern auch zu tun, indem man neuen, guten Samen aussät, und alles für eine bessere Ernte für alle tut. Bitten wir Gott, uns und unserer Zeit, prophetische Frauen und Männer zu senden, die mahnen und die Wege zu solchem Neuland aufzeigen. Wir brauchen sie dringend! (BOG)

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