Gott, zu dem wir immer wieder rufen: Dein Reich komme!

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, zu dem wir immer wieder rufen: Dein Reich komme! Dein Wille geschehe!, aber viel zu unflexibel sind, um sein Reich unter uns Wirklichkeit werden zu lassen, und viel zu oft nur auf den eigenen Willen achten, statt uns nach seinem zu richten, in meist damit in die Irre gehen oder kläglich scheitern, segne uns, öffne unseren Geist, erlöse uns aus der Starre der Gewohnheiten, und mache uns beweglicher in allen Belangen unsere Lebens.

Er mache uns bewusst, dass das „Vaterunser“ kein sinnloses Geplapper ist, sondern eine immense Bereicherung für das Leben, ein enorm großer Schatz an Wahrheit, Weisheit, an Klugheit und Kraft in sich birgt, wenn wir es auch mit Verstand und Bedacht beten würden.

Er lasse uns erkennen, dass die Bitten darin, einen jeden von uns betreffen, und nicht nur für die „anderen“ gedacht sind, denn wenn sein Name geheiligt werden soll, müssen wir ihn auch heiligen; wenn sein Reich kommen soll, dann müssen wir auch daran arbeiten; wenn sein Wille geschehen soll, dann sollten wir uns auch danach richten, und zwar ganz und gar.

Er lasse uns begreifen, dass wir auch immer das ernten werden, was wir von uns aussäen, wenn wir also das tägliche Brot als Nahrung für Körper und Geist ernten wollen, dann müssen wir es auch säen; wenn wir Vergebung unserer Schuld ernten möchten, dann müssen wir Vergebung ausstreuen; wenn wir nicht in Versuchung geführt werden wollen, dann dürfen wir aber auch andere nicht versuchen oder Böses säen.

Er mache uns bereit, wieder Neuland unter den Pflug zu nehmen, aus unseren alten, bisherigen Gewohnheiten aufzubrechen, und guten Samen auszusäen, damit wir wieder fähig werden gut hinzuschauen und hinzuhören, was er uns zeigen will und zu sagen hat, damit wir verstehen und begreifen lernen, zu empfangen und zu geben, zu tun und zu lassen, was seiner Liebe und seinem Willen entspricht, und letztlich mit gutem Gewissen ernten, was wir gesät haben.

Er segne uns, und sein Segen gehe auf wie die Morgensonne über unserem Tag.

Er segne uns, und sei uns Kompass und Energiequelle auf unserem Lebensweg.

Er segne uns, gehe mit uns und lege seine milde Macht der Liebe auf alle, die uns heute begegnen.

Er segne uns, denn seine Treue ist wie ein Licht in der Finsternis, seine Barmherzigkeit ist wie eine wärmende Decke und ein schützendes Dach, und seine Güte ist wie ein festliches Mahl und eine betörende Melodie, die unsere Seele zum Tanzen bringt.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, nähre unsere Hoffnung, mehre unser Vertrauen, und lasse die Frucht der Liebe in unseren Herzen wachsen, damit ihre Samen ausgesät werden können, und wir selbst dadurch zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Mittwoch der vierzehnten Woche im Jahreskreis, am Gedenktag der Heiligen Maria Goretti!

+Bischof Oliver Gehringer

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