Die Zeit ist, Gott sei dank, vorbei

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Bischof Oliver Gehringer

Die Zeit ist, Gott sei dank, vorbei, in der man den Tod eines nahestehenden Menschen als Strafe Gottes für die eigenen Verfehlungen gedeutet hat. Die Zeit ist vorbei, in der man Gott zum eiskalten Schuldrechner und Vollstrecker von Strafgerichten gemacht, und ihn als Drohmittel eingesetzt hat, um Menschen auf Kurs zu halten. Die Zeit ist vorbei, in der man Angst vor Gott hatte, die auch noch von Menschen der Kirche(n) geschürt wurde, um die Furcht vor Vergehen und Übertretungen aufrecht zu halten und ja keinen Widerstand aufkeimen zu lassen. Die Zeit ist vorbei, in der Menschen mit dem Glauben aufgewachsen und groß geworden sind: Gott sieht alles, und seine Strafe für ein Leben außerhalb der Normen, Regeln und Gesetzen, ist fürchterlich! Die Zeit ist vorbei, in der Menschen Gott dafür missbraucht haben, um ihre eigene Macht und Herrschaft aufrecht zu erhalten, und dabei Gewalt und Schrecken zu verbreiten, nur um sich an den Kleinen und Schwachen zu bereichern, und die eigenen Pfründe zu sichern. Es ist eine neue Zeit angebrochen, in der Gott als der, der er ist, erkannt worden ist, als der gütige, liebende und barmherzige, der menschenfreundliche, lebendig machende und Leben spendende Gott, der die Fülle des Lebens für alle will, und nicht nur für eine kleine, elitäre Gruppe von Menschen. Es ist eine neue Zeit angebrochen, in der Frauen und Männer Gottes unterwegs sind, um in seinem Namen und in seinem Auftrag, die Menschen zu „reanimieren“, ihnen durch Wort und Tat den Atem Gottes, seinen Geist einzuhauchen, der Liebe schenkt und Hoffnung gibt. Es ist eine neue Zeit angebrochen, wo Menschen in Gottes Namen auftreten und Dienst tun, um Menschen lebendig zu machen, sie mit Gottes kreativem und lebendigem Geist in Berührung zu bringen, sie aus ihrer Erstarrung herauszuholen, auch aus der Angst und Furcht vor einem strafenden Gott. Es ist eine neue Zeit angebrochen, in der man Gott beruhig glauben und getrost vertrauen darf, nicht muss, weil Menschen durch Menschen erkannt haben, dass Gott die Liebe und das Leben ist und für jeden will, er alle als seine Kinder angenommen hat, und jeden dabei die Freiheit lässt, sein Geschenk der unbedingten und bedingungslosen Liebe anzunehmen. Es muss heute wieder eine Zeit anbrechen, in der die Menschen erkennen, dass wir Frauen und Männer Gottes sind, indem wir ein starkes und glaubwürdiges Zeugnis für einen lebendigen Glauben, eine lebende Hoffnung und gelebte (Nächsten)Liebe ablegen, und einen liebenden Gott in der Welt bezeugen. Dazu ist jeder Christenmensch aufgerufen und aufgefordert. Und zwar alle, ohne Ausnahme! Gebe Gott, dass diese Zeit rasch anbrechen möge! (BOG)

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