Gekleidet in die Gewänder des Heils

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

„Gekleidet in die Gewänder des Heils, eingehüllt in den Mantel der Gerechtigkeit, so soll man sich vom Herzen freuen über den Herrn, und die Seele soll laut über Gott jubeln!“ So einfühlsam und berührend weiß die Bibel auch heute noch über die Begegnung mit Gott zu berichten, dessen fühlbare und spürbare Nähe nachhaltig wirkt, und alles an und in einem verändert. Einem selbst und ebenso die eigene Wahrnehmung. Nicht umsonst sagt ein altes Sprichwort: „Kleider machen Leute“, denn wer sich von Gott in das Gewand des Heils und in den Mantel der Gerechtigkeit einkleiden lässt, der wird zu einem ganz neuen Menschen. Je nachdem was man anzieht und wie man sich kleidet, es entstehen immer unterschiedliche Empfindungen und verschiedene Stimmungen. Ob man nun in bequemer Freizeitkleidung daheim auf dem Sofa sitzt, oder sich festlich gekleidet auf einen Anlass vorbereitet. Bequeme Kleidung hat einen gewissen „Wohlfühlcharakter“, und lässt auch entspannte und wohlige Stimmung aufkommen, Festkleidung dagegen lässt in seinem Fühlen und Wahrnehmen ein festliches Gefühl entstehen. Ob nun Freizeitkleidung oder Sportdress, Arbeitskleidung oder Festgewand, ob neue und frische Kleidung, oder alte und gebrauchte, ,ganz gleich was der Mensch sich auch anzieht, er verändert dadurch nicht nur sein Aussehen, sondern auch sein Auftreten und sein Verhalten. Kleidung ist ein Fest für alle Sinne. Der Prophet Jesaja zum Beispiel verstand und sah Gott so. Sein Heil, seine Gerechtigkeit, seine Liebe, seine Güte und Barmherzigkeit ist dem Menschen angelegt – wie ein Brautkleid, ein Mantel, ein Festgewand. Es ist, im wahrsten Sinne des Wortes, ein hoch-zeitliches Fest. Eine solch enge Bindung geht Gott zum Menschen ein. Man darf es sich ruhig auch einmal bildlich vorstellen, dass Gott einem wie in einen Mantel in Heil und Gerechtigkeit einhüllt – in seine Gerechtigkeit, die einem aufrichtet, gerecht macht, recht sein lässt vor ihm. Und er hat es längst schon getan – als einem bei der Taufe das Taufkleid angelegt wurde, und man als „neuer“ Mensch, Gott „angezogen“ hat! Wir sollten uns dieses Bild immer wieder neu vor Augen führen, und dabei auch beobachten, welches Gefühl es in uns auslöst! (BOG)

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