Wieder einmal brennt viel Feuer auf der Erde

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Wieder einmal brennt viel Feuer auf der Erde, an allen Ecken und Enden, und wird von Hass, Gewalt, Unverständnis und Egoismus angefacht. In seiner zerstörerischen Form, vernichtet es nicht nur Leben und Lebensräume, sondern vor allem auch Lebensträume, Hoffnungen und Erwartungen. Der Mensch in seiner Einfalt zündelt an immer mehr Orten, statt zu löschen und das Brennen einzudämmen. Feuer kann man eben nicht mit Feuer bekämpfen, das sollte eigentlich die Erfahrung gelehrt haben, und dennoch hat man das Gefühl, dass immer mehr Brände gelegt werden. Aber nicht nur äußerlich, sondern auch innerlich. Vielleicht braucht der Mensch aber auch immer wieder solche Feuerzeichen und Aschezeiten, um sich wieder auf das Wesentliche und Wichtige im Leben zu besinnen, und sich darauf zu konzentrieren, sich „neu“ wahrzunehmen und zu entdecken. Zeiten, in denen er in der Erkenntnis Gottes wachsen und lernen soll, nach ihm Ausschau zu halten. Nicht in weltferner Idylle, sondern in Tälern der Bedrängnis wachsen der Glaube an Gottes Verheißung und ein Gottvertrauen, das durch alles trägt, durch das man zu gehen hat. Hier ist Bedrängnisraum auch gleichzeitig Bewährungsraum. Das ist für den Glaubenden nicht anders als für den Nichtglaubenden. Aber der Glaubende kennt eine Sehnsucht und eine Verheißung, die ihn nicht aufhören lassen, an den neuen Himmel und die neue Erde zu glauben, sie zu erwarten, und, wie Phönix aus der Asche, daran mitzubauen, dass sie auch Wirklichkeit werden können. Meistens hinterlässt Feuer nicht nur Asche, sondern auch wieder Fruchtbaren Boden. Es wäre an der Zeit, nicht länger mehr Brände zu legen, sondern den Boden aufzubereiten, damit Neues wachsen, reifen und auch wieder Frucht bringen kann! (BOG)

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