Jeder hat seine eigene Lebensplanung

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Jeder hat seine eigene Lebensplanung, seine eigene Vision von der Zukunft, seine Idee vom Morgen, und macht sich seine Gedanken darüber, was einmal sein wird. Das ist auch so ganz in Ordnung, man lebt schließlich nicht nur jetzt. Die unmittelbare und mittelbare Zukunft sich gedanklich in schönen Bildern auszumalen, bzw. im Voraus zu gestalten, ist das, was man allgemein als „Ration“ versteht. Der Mensch ist nun mal daran gewöhnt, selbstsicher seine Pläne zu machen. Pläne sind nötig für vieles, aber weder sind sie sicher noch eine Sicherheit für den, der sie schmiedet. Planer sind leicht in Gefahr, sich mit ihrem Planen, einer Möglichkeit oder einem Erfolg zu sehr zu identifizieren. Das ist aber (meist) nur Einbildung. Denn erstens kommt es anders, und zweitens als man denkt. So schön die Pläne und Visionen einer nahen (und auch fernen) Zukunft auch sind, man kann nur bedingt darauf Einfluss nehmen, weil man nie weiß, wie das Morgen wirklich aussehen wird. Zu viele unbekannte Faktoren spielen dabei mit, und sind auch ausschlaggebend, ob die Lebensplanung auch wirklich umsetzbar wird, oder ob sie ganz anders verläuft als gedacht. Einer der wesentlichsten Faktoren dabei, ob und wie das Leben in der Zukunft aussehen oder sich gestalten wird, ist der Heilsplan Gottes, in den alle, ohne Ausnahme, mithinein genommen sind, und jeder einen bestimmten Anteil daran hat, für einen besonderen Part vorgesehen ist, und eine wichtige Rolle spielt. Die eigenen Lebenspläne sind also nu soweit umsetzbar, wenn man sie dem Heilsplan Gottes angleicht und entsprechend adaptiert. Das bewahrt einerseits vor einer gewaltigen und aus der Bahn werfenden Enttäuschung, und andererseits hält es das Leben lebendig und macht es wieder neu interessant, weil man eigentlich nie so genau weiß, was alles kommt, und man sich nur darauf einlassen und reagieren kann, wenn etwas kommt. Immer im Vertrauen darauf, dass Gottes Heils-, und Liebesplan besser ist, als die eigene Planung. Es geht um die Einstellung und Haltung, die man an den Tag legt, denn nur, wenn Gott es will und es in seinem Plan liegt, wird man dies oder jenes tun. Im Bewusstsein der Eventualität und ohne jede Aufgeblasenheit, nicht der Einbildung Raum geben, sondern Raum lassen, damit das Gute, das Gott geplant hat, im Leben auch wirklich eintreffen kann. Es braucht Mut dazu, ebenso wie Vertrauen, einen starken Glauben, Hoffnung und Liebe. Dann gelingt das Leben auch in Fülle, so wie es uns verheißen ist! (BOG)

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