Woher kommen bloß die Streitigkeiten und Auseinandersetzungen unter den Menschen

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Woher kommen bloß die Streitigkeiten und Auseinandersetzungen unter den Menschen, die Kriege auslösen und für Entzweiung sorgen? Eine wichtige Frage, die in der heutigen Zeit überaus berechtigt ist, aber auch schon viel älter ist, als die letzten Generationen es annehmen möchten. Schon die biblische Geschichte weiß über Unstimmigkeiten, Kriege und handfeste Auseinandersetzungen zu berichten. Scheinbar sieht der Mensch nur in seinen kriegerischen Handlungen die Möglichkeit, auf akute Missstände, unterschiedliche Meinungen, Missstimmungen, Uneinsichtigkeit oder Hilflosigkeit aufmerksam zu machen und zu reagieren.Dadurch wird die aktuelle Situation meist nur verschlimmert, statt dafür eine Lösung zu finden. Schwere, schwärende Ungerechtigkeit, erlittene Zurücksetzung, höhnische Missachtung, grinsende Unterdrückung, grausame Komplizenschaft, festhalten an Machtansprüchen und schützen der eigenen Pfründe, lassen heillose innere Konflikte und äußere Gewalttaten entstehen. Neid und Aufbegehren sind daher so sinnlos und auch fruchtlos, weil sie nur zerstörerische Kräfte freisetzen, die niemanden etwas bringen. Das Thema scheint jede Generation als immer neue Aufgabe zu begleiten, und dennoch ist man noch immer nicht auf eine konstruktive Lösung gekommen. Mit Konflikten, Rivalitäten und Streit umgehen zu lernen, ist für jeden Menschen wichtig. Wenn der Mensch auch lernen will und bereit ist, seine Verhaltensmuster zu ändern. Der Umgang mit den vielen Leidenschaften im Menschen ist eines der großen Themen, die die Zukunft der ganzen Menschheit mitbestimmen wird. Sie sind die vitalen Kräfte des Lebens. Arm wären wir, wenn wir sie nicht hätten. Arm sind wir, wenn sie uns haben, statt dass wir sie haben. Wir müssen aufhören, gegeneinander Kriege zu führen, sondern andere Weisen suchen und lernen, Auseinandersetzungen zu leben und den nötigen Widerstand zu leisten. Beten und bitten, wie die Bibel es uns lehrt und der Glaube es uns vorlebt, ist eine solche Weise, lebendige Hoffnung und gelebte Liebe, eine weitere. Dazu ist jeder angehalten, und dafür soll auch das Feuer des Heiligen Geistes in uns weiterhin brennen. Es ist unsere Welt, die wir durch unsere eigene Unzulänglichkeit zerstören, und es ist die Welt unserer Kinder, die wir durch unserer Uneinsichtigkeit vernichten. Das sollten wir uns gut überlegen, wenn wir vor der Wahl stehen, wie wir unsere Konflikte lösen wollen! (BOG)

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