Man kann seine Vergangenheit nicht verändern

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Man kann seine Vergangenheit nicht verändern, und es bringt auch nichts, sie zu leugnen oder zu verdrängen, denn sie hat einem geformt, geprägt und zu dem gemacht, was man heute ist. Man kann seine eigene, individuelle Geschichte nicht nachträglich umschreiben oder versuchen sie besser dazustellen, als sie ist, denn sie war für die Entscheidungen, die man bisher getroffen hat, mitverantwortlich. Man kann sein bisheriges Leben, wie es auch immer ausgesehen und sich gestaltet hat, und wie immer es auch verlaufen ist, nur akzeptieren, aufarbeiten und annehmen, um es auch zu verstehen, damit abzuschließen und es loszulassen. Denn nur ein geklärtes Geschichtsverständnis ist eine wesentliche Voraussetzung dafür, sich in der Gegenwart zurechtzufinden und gute Entscheidungen für eine bessere Zukunft zu treffen. Dann fällt es einem leichter, den Glauben anzunehmen als das, was er eben auch ist: ein Wagnis, das unbekannte Wegstrecken aufgeschlossen angeht. Man kann seine Vergangenheit nicht verändern, aber sehr wohl verhindern, dass die Fehler von Gestern, das Heute beeinflussen, Auswirkungen auf das Morgen haben, und Geschichte sich wiederholt, denn man ist von Gott eingeladen und aufgefordert, auf einer neuen Seite zu beginnen, mit ihm ein neues Kapitel zu schreiben. Das Leben lebt und Zukunft beginnt jetzt, das ist die Botschaft des Ostermorgens, und die Erfahrung aus der Begegnung mit dem Auferstandenen! (BOG)

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s