Wer für seinen Glauben eintritt

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Wer für seinen Glauben eintritt, sich dafür einsetzt und Einsatz zeigt, der wird damit nicht immer nur auf Wohlwollen stoßen, Beifall finden oder Anerkennung ernten, sondern sicher auch Anstoß erregen, auf Widerstand treffen und Ablehnung erfahren. Das ist auch ganz normal, nicht ungewöhnlich, oder ein Phänomen der heutigen Zeit. Immer schon haben sich Menschen auf der Suche nach Heimat, Tradition und Identität am Glauben orientiert. Manche Menschen sind offen für neue Erfahrungen und empfinden Glaubensimpulse als Bereicherung, andere sind aber eher verschlossen, in ihrer eigenen Glaubensunsicherheit begrenzt und sehen jede Erneuerung als Störung der eigenen Ordnung an. Dort, wo für die eigenen, unruhigen Lebensentwürfe endlich Stabilität und Klarheit einkehren soll, wird logischer Weise jede Form von Veränderung und Infragestellung als bedrohlich und auch unerträglich erlebt. Das geschieht vor allem dann, wenn unterschiedliche Glaubensmotive aus verschiedenen Kulturen aufeinandertreffen, die miteinander nicht kompatibel sind, bzw in ihrer Auslebung nicht zusammenpassen. Nicht selten entlädt sich dann dabei die innere Zerrissenheit zwischen der Bewahrung von Bestehendem und der Aufgeschlossenheit gegenüber Veränderung in Aggression gegenüber Glaubensboten und Verkündern einer „neuen“ Glaubenswahrheit. Das ist nicht nur eine „Typfrage“, sondern hängt oft eng mit der eigenen Lebensbiografie, mit Bildung und auch mit Intellekt zusammen. Menschen, die in ihrer Entwicklung eingeschränkt sind, die nur ein geringes Maß an Bildung besitzen und bisher von fanatischen Glaubensführer geleitet wurden, tun sich dabei besonders schwer, einen anderen Glauben als den ihrigen zu akzeptieren oder anzuerkennen. Ablehnung soll einem aber nicht daran hindern, oder davon abschrecken, für seinen Glauben an Gott und für die Verbreitung der frohen und froh machenden Botschaft einzutreten, denn das Heil ist allen zugesagt, wann immer sie sich auch entscheiden es anzunehmen. Das ist unser Auftrag, unsere Berufung und unsere Sendung, durch vorleben den Glauben in Wort und Tat zu verkünden! (BOG)

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