Gott, der weiß wie sehr wir einerseits unsere Freiheit schätzen

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der weiß wie sehr wir einerseits unsere Freiheit schätzen, als freie Menschen freie Entscheidungen treffen zu können, und uns andererseits immer wieder selbst in Unfreiheit setzen, weil wir uns von der Meinung, den Ideen und den Vorstellungen anderer abhängig machen, nur um zu gefallen oder dabei sein zu „dürfen“, segne uns, und helfe uns dabei, unsere Freiheit im Herzen wieder zu erlangen und zu bewahren.

Er mache uns bewusst, dass wir zur Freiheit der Kinder Gottes befreit sind, und diese geschenkte Freiheit auch die freie Entscheidung einschließt, sich abhängig zu machen oder unabhängig zu bleiben.

Er lasse uns erkennen, dass wir weder Unfreie noch Sklaven sind, und Menschen keine Macht über uns haben können, solange wir es nicht aus reiner Bequemlichkeit, Angst oder Furcht zulassen, uns dem Druck oder Gruppenzwang einer Gesellschaft beugen, die sich ihre eigenen „Götter“ geschaffen hat, nur um sich selbst darin zu verherrlichen.

Er lasse uns begreifen, dass unsere innere Freiheit auch Auswirkungen auf unsere äußere Freiheit hat, denn wenn der Glaube trägt, die Hoffnung hält, und die Liebe führt, lebt in uns das Leben, und seine helfende Hand kann retten, heilen und uns aus jeder „Gefangenschaft“ wirksam und nachhaltig befreien.

Er mache uns bereit, unsere Freiheit zu leben, ohne die Freiheit von anderen einzuschränken, einander zur Freiheit zu befreien, ohne jemanden in seiner freien Entscheidung zu beschneiden, uns unabhängig von äußeren Einflüssen und Manipulationsversuchen zu halten, aber dennoch positiv zu beeinflussen, ohne andere zu manipulieren, denn die Freiheit ist ein Geschenkt, das jeder für sich annehmen muss, oder auch ablehnen kann.

Er segne uns, befreie uns von inneren und äußeren Zwängen, lasse uns der Freiheit seiner Kinder bewusst werden, und lasse uns aus der Nähe zu ihm leben und anderen Lebensraum schenken.

Er segne uns, mit der Freiheit zur Umkehr, mit dem Mut der Unabhängigkeit, mit der Demut zum Dienst, und mit der befreienden Liebe zum Nächsten.

Er segne uns, wenn wir schwach werden, dann stärke er uns; wenn wir fallen, dann richte er uns wieder auf; wenn wir nicht weiter wissen, dann zeige er uns wieder den richtigen Weg; und wenn wir uns fürchten, dann lasse er uns seine Nähe spüren, die die Angst von uns nimmt.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, nähre unsere Hoffnung, lasse unser Vertrauen in seine Hilfe wachsen, und mache unser Herz frei und von seiner Liebe brennen, damit wir selbst zum Segen werden und andere befreien, die noch im Finstern sitzen und sich nach dem Licht der Freiheit sehnen.

Allen Freunden, einen gesegneten Mittwoch, in der fünften Woche der vorösterlichen Besinnungs- und Bereitungszeit!

+Bischof Oliver Gehringer

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