Gott, der uns kennt und weiß

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns kennt und weiß, wie gerne wir gegen die Welt und ihn murren, wie oft wir mit uns selbst und unserem Leben unzufrieden sind, am liebsten aufgeben möchten, wenn wir vor Schwierigkeiten und Problemen stehen, müde werden und uns nur mehr vor uns dahin schleppen, segne uns und ermutige uns, richte uns wieder auf und öffne unsere Augen, um das Ziel zu sehen, das schon greifbar vor uns liegt.

Er mache uns bewusst, dass das Leben schon seine Tücken haben kann, und der Weg, den wir zu gehen haben, auch nicht immer leicht und einfach ist, sondern oft mühsam und beschwerlich, aber die Freude über das nahe Ziel, das Ankommen bei sich, in einer besseren Zukunft, dabei hilft, die eigene Müdigkeit und Unzufriedenheit zu überwinden.

Er lasse uns erkennen, dass uns raunzen, murren, jammern und beklagen, nicht einen Schritt weiter auf unserem Weg, oder näher an unser Ziel bringt, sondern eher aufhält und davon entfernt, und nur ein vertrauensvolles und beständiges vorwärts gehen, uns letztlich auch dort ankommen lässt, wo wir nach seinem Plan auch ankommen sollen.

Er lasse uns begreifen, dass weder unser Weg länger und schwerer, noch der eines anderen kürzer und leichter ist, auch wenn es uns oft so erscheint, denn alle Lebenswege sind gleich lang oder kurz, gleich schwer oder leicht, es hängt viel von unserem Wollen und unserer Einstellung ab, ob wir ihn als Strafe oder als Geschenk sehen, als Prüfung oder als Erfahrung, und davon, wie sehr wir glauben und vertrauen können.

Er mache uns bereit, das Leben zu wählen und zu leben, den Weg zu gehen und nicht aufzugeben, nach Weggefährten Ausschau zu halten, die fähig sind und uns fähig machen, das Unterwegssein mit anderen zu teilen, die uns den Sinn unseres Weges wieder nahe bringen, und uns die Augen öffnen, um das Ziel wieder zu sehen, das schon ganze nahe und greifbar ist.

Er segne uns, unser Loslassen und Aufbrechen, unser Losgehen und Ankommen, unseren Lebensweg und das Ziel, für das wir berufen und erwählt worden sind.

Er segne uns, mache uns Mut, wenn wir zweifeln, gebe uns Kraft, wenn wir schwächeln, baue uns auf, wenn wir unzufrieden sind, stütze uns, wenn wir müde werden, und lasse unser Vertrauen wachsen, wenn wir wieder anfangen zu murren und zu jammern.

Er segne uns, führe uns unser Ziel vor Augen, schenke unserem Herzen Weite, und unserer Seele Freude, damit wir nicht stehen bleiben oder ans Aufgeben denken, sondern weiter gehen und unsere Zukunft im Sinn haben.

Er segne uns, mehre unseren Glauben, mehre unsere Hoffnung, und lasse in unserem Herzen die Flamme seiner Liebe brennen, damit wir selbst zum Segen werden, zu Weggefährten für andere, die unsere Hilfe brauchen.

Allen Freunden, einen gesegneten Dienstag, in der fünften Woche der vorösterlichen Besinnungs- und Bereitunszeit, am Festtag des Heiligen Klemens Maria Hofbauer, Stadtpatron von Wien!

+Bischof Oliver Gehringer

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