Nimm uns an, denn wir kommen mit zerknirschtem Herzen!

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Die biblische Geschichte ist voll von Erzählungen über Errettungen, Befreiungen und göttlicher Hilfe in fataler Notlage, aber nicht deshalb, um „Werbung“ für einen starken (oder stärkeren!) Gott zu machen, das hätte er nicht notwendig, sondern um „Werbung“ (wenn man das einmal so sagen darf) für den Menschen zu machen, der sich selbst in größter Misere, in schwierigster Situation und verzweifelter Lage, von seinem Glauben nicht abbringen lässt, an seinem Glauben festhält und darauf vertraut, von Gott bewahrt und gerettet zu werden. Es zeigt und zeugt, auf sehr eindrucksvolle Weise, was ein ehrlicher, aufrichtiger und gelebter Glaube bewirken kann, selbst dann noch, wenn äußere Umstände und Anfechtungen vom Gegenteil überzeugen wollen. Ähnlich starken Glauben und Vertrauen findet man heute noch bei den verfolgten Christen weltweit, die trotz der Gefahr, das eigene Leben zu verlieren, an ihrem Glauben festhalten, weil sie wissen, was auch geschieht, Gott rettet, wenn auch vielleicht nicht das vergängliche Leben, aber die unvergängliche Seele, die mit demütigem Herzen nach ihm ruft. Lieber das irdische Leben verlieren, und das ewige Leben gewinnen, als umgekehrt. Von dieser Einstellung und Haltung, sind die Menschen in sein säkularisierten Welt, leider weit entfernt. Für viele ist der Glaube auf den Sonntag (oder hohe Feiertage!) beschränkt, befindet sich oft nur mehr auf dem Papier, aber nicht mehr im Herzen, uns ist immer mehr zu einem „Schönwetterprogramm“, als zu einer tatsächliche Gesinnung verkommen. Doch trotz aller weltlichen, menschlichen und äußeren Anfechtungen, bleibt Gott sich treu. Er ist die Voraussetzung dafür, dass man bei ihm und damit auch bei sich selbst bleiben kann. Die „neuen und fremden Götter“, wie immer sie sich auch nennen oder benannt werden, bekommen keine Macht über den Menschen, auch dann nicht, wenn sie locken, reizen und in Versuchung führen wollen. Gott ist da, er bleibt bei uns, er lässt uns nicht allein. In ihm und durch ihn sind wir gerettet. Er hat das getan und er wird das tun. Er und wir, wir haben eine Zukunft. Vielleicht erkennen wir das, wenn wir lange genug über uns und unser bisheriges Leben nachdenken. Das macht Mut und gibt Hoffnung für das Leben, und schenkt die Aussicht auf eine gute Zukunft. (BOG)

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