Wer Gottes Hilfe sucht

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Wer Gottes Hilfe sucht, braucht und finden will, der bringt sich selbst auf allen Ebenen in Bewegung. Das ist auch gut so, denn Bewegung verhindert Erstarrung, Unbeweglichkeit, Lähmung und Stagnation. Und, nur wer sich bewegt, wer sich bewegen lässt, wer sich von etwas so dermaßen in Bewegung versetzen lässt, dass er gar nicht mehr still stehen kann, der findet auch den Weg, der ihm zu Gottes Heil führt, selbst wenn er ungewöhnlich und sonderbar erscheint. Aber es geht nicht darum, den schwersten Weg zu wählen, oder den einfachsten, sondern den richtigen Weg. Im Grunde genommen, braucht jeder Gottes Heil und Hilfe, egal in welcher Situation man steckt, ob groß oder klein, arm oder reich, gesund oder krank, angesehen oder einfach, wenn die eigene Kraft nicht mehr ausreicht, etwas zu schaffen; wenn man mit seinem „Latein“ am Ende ist; wenn man in eine Sackgasse gerät und nicht weiter kommt; wenn die persönlich empfundene Not zu groß ist, und die Last zu schwer, um sie alleine stemmen oder tragen zu können, dann ist auch die Bedürftigkeit an Gottes Hilfe groß, und der Weg zu ihm unumgänglich. Das zu wissen und zu erkennen ist schon viel, aber selbst, wer sich so bewegen lässt, muss doch noch lernen, dass die Hilfe nicht immer so kommt, wie man sich das vielleicht gedacht oder vorgestellt hat. Gottes Weisheit, wie, wann, wo, durch wen, oder auf welche Weise jemanden seine Hilfe zuteil wird, ist für den Menschen unergründlich, und das ist oft der schwierigste Part dabei. Aber man kann es lernen. Denn, nicht Größe, Macht und Einfluss, nicht Ansehen und gute Beziehungen, keine große Attitüde, nichts davon hilft und heilt, denn wirklich helfen und heilen kann nur das gläubige Sicheinlassen auf das, was einem in seiner Situation gesagt wird, was Gott einem sagen lässt. Diese Erfahrung macht ein jeder, der Hilfe sucht, weil er sie braucht und notwendig hat. Die biblische Geschichte ist voll von solchen Erzählungen, und Gottes Vorgehensweise hat sich bis heute nicht wesentlich verändert. Er ist der selbe Gott, auf den schon unsere Ureltern vertraut, auf den sie sich eingelassen, dessen Hilfe sie erfahren, und den sie dafür angebetet und verherrlicht haben! (BOG)

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