Neid ist etwas Schreckliches

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Neid ist etwas Schreckliches und hat meist auch immer etwas Zerstörerisches an sich, er verschont niemanden, und keiner scheint davor gefeit zu sein. Vor allem aber, weckt das Gefühl zu kurz zu kommen, während andere augenscheinlich bevorzugt werden, Neid und Missgunst, mit oft fatalen Folgen. Auch die biblische Geschichte ist davon voll. Das soll auf keinen Fall beruhigen oder jemanden in seinem Verhalten bekräftigen, denn Neid ist und bleibt eine ungute Eigenschaft, aber es zeigt, das menschliches Fehlverhalten immer auch eine wesentliche Rolle im Zusammenleben der Menschen gespielt, und dadurch Einfluss auf den weiteren Verlauf der Menschheitsgeschichte genommen hat. Neid ist auch heute niemanden fremd, denn er gehört zu den großen „Lastern“, und das sind Grundhaltungen, mit denen alle irgendwann irgendwie zu ringen haben Entweder ist man dem Neid anderer ausgesetzt, oder man beneidet selbst jemanden anderen um etwas. Neid erzeugt, schürt und provoziert Gedanken, die das normal logische Denken außer Kraft setzen. Gedanken die energiegeladen, mit Emotionen, Sehnsüchten, Ängsten und Zweifeln verbunden sind, die einem innerlich umtreiben, belästigen und in ihren Bann ziehen wollen, und lösen oft ein destruktives Verhalten aus. Den Neid zu überwinden, gelingt dann, wenn man seinen wirklichen Gefühlen begegnet, ohne davonzulaufen, Zufriedenheit sucht im Blick auf das eigene Gute, die eigenen Chancen und Möglichkeiten, und, vor allem, was man bereits alles schon hat, und nicht auf das, was einem fehlt. Es gelingt immer wieder dann, wenn man mit der emotionsgeladenen Energie wächst und sich illusionslos, aber doch gutes Mutes, nicht dem Zerstörerischen, sondern dem Aufbauenden zuwendet. Wichtig dabei ist aber auch, Gott soweit zu vertrauen, dass er jedem gibt, was er zum Leben braucht und notwendig hat, dabei niemanden bevorzugt oder jemanden benachteiligt. Gott ist gerecht, eine Eigenschaft, die der Mensch in seinem Verhalten erst wieder lernen muss! (BOG)

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