Gott, der uns immer wieder die Kraft seiner versöhnenden Liebe spüren lässt

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns immer wieder die Kraft seiner versöhnenden Liebe spüren lässt, damit auch wir dazu bereit sind, uns mit uns selbst und mit dem Nächsten zu versöhnen, und einen Neuanfang ohne Altlasten zu wagen, segne uns, und lasse uns den Weg aufeinander zu gehen, um versöhnt miteinander den Weg nach Ostern gehen zu können.

Er mache uns bewusst, dass wir nur dann wirklich Neu beginnen können, wenn wir das Alte endgültig abschließen, loslassen, was uns im Schritt hemmt, ablegen, was uns daran hindert und am Vorwärtskommen beeinträchtigt, indem wir einander verzeihen, nicht nur weil es der andere verdient hat, von seiner Schuld befreit zu werden, sondern weil wir es uns selbst verdient haben, frei zu sein.

Er lasse uns erkennen, dass Versöhnung nicht unbedingt ein leichter und einfacher Weg ist, aber es auch nicht sein soll, damit wir das Geschenk des Verzeihens auch zu würdigen wissen, und nicht als selbstverständlich betrachten, und dadurch den Wert der Versöhnung und Versöhnungsbereitschaft mindern.

Er lasse uns begreifen, dass er uns durch Christus schon vor langer Zeit vergeben, und uns mit sich versöhnt hat, und uns nun auffordert, uns selbst zu vergeben, und auch dem anderen dieses Geschenk zu machen, das uns selbst zuteil geworden ist.

Er mache uns bereit, uns ganzheitlich zu öffnen, Augen, Ohren und Herzen aufzutun, damit wir begreifen, erfassen und verstehen, wo wir stehen und welchen entschiedenen und entscheidenden Schritt wir auf Ostern zugehen können, damit diese Zeit der Besinnung und Bereitung für uns zum Segen wird, und wir seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit nicht vergeblich empfangen.

Er segne uns, schenke uns seine Vergebung unserer Schuld, und mache uns bereit, uns mit uns selbst und mit unserem Nächsten zu versöhnen.

Er segne uns, und bewahre uns vor Hochmut und Stolz, vor Überheblichkeit und Selbstgerechtigkeit, vor Unversöhnlichkeit und Ablehnung, damit wir befreit und gelöst ein neues Leben beginnen können.

Er segne uns, begleite uns mit seiner Liebe in der Vorbereitungszeit auf Ostern, läutere uns durch sein Wort der Güte, sei uns Trost in Leid und Traurigkeit, und schenke uns in seiner Treue seine Barmherzigkeit, das unverlierbare Glück der kommenden Welt.

Er segne uns und unser ehrliches Bemühen um Umkehr zu ihm, erneuere uns durch Gebet und Meditation, mache uns reich und frei durch Werke der Liebe, und lasse uns seine Botschaft vom Heil. Immer wieder neu vernehmen und bedenken.

Er segne uns, stärke unseren Glauben und gebe unserer Hoffnung Kraft, lasse unser Vertrauen wachsen und in der Liebe zueinander verbunden sein, damit wir selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Aschermittwoch, DIES CINERUM, den ersten Tag der „QUADRAGESIMA“, am Beginn der vierzigtägigen, vorösterlichen Besinnungs-, und Bereitungszeit!

+Bischof Oliver Gehringer

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