Der Mensch ist nicht frei von Schuld

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Der Mensch ist nicht frei von Schuld, und nicht gefeit davor, sich schuldig zu machen, an sich selbst, an anderen, an der Welt und vor Gott. Er verläuft und vergeht sich, bewusst oder unbewusst, folgt nicht der guten Spur, um die er weiß, in dem was er will, was er tut, oder auch unterlässt. Das mag ebenso viele Anlässe wie Gründe haben, aber es mindert nicht die Auswirkungen des Versagens, und die Konsequenzen daraus, holen einen früher oder später ein. Der Mensch kann sich vielleicht eine Zeit davor drücken, sich vor anderen verstecken, seine Schuld in einem Geflecht aus Halbwahrheiten und Lügen zu verbergen suchen, das eigene Gewissen betrügen, oder versuchen, andere dafür verantwortlich zu machen, aber er kann nicht auf Dauer vor Gott und der Wahrheit davonlaufen, sich taub stellen, und so tun, als wäre nie etwas geschehen. Gott holt einen immer ein, und dann ist auch jener Zeitpunkt gekommen, an dem der Mensch Rechenschaft abzulegen hat, und sich der Wahrheit stellen muss. Auch wenn die Schuld groß, und die Angst mächtig ist, aber es ist immer noch besser, dem Herrn in die Hände zu fallen, als den Menschen, denn seine Liebe, Güte und Barmherzigkeit ist grenzenlos, und seine Nachsicht und Vergebung ist größer, als die eigene Schuld sein kann. Hat der Mensch es einmal geschafft, sich mit Gott zu versöhnen, dann ist der Weg auch nicht mehr so unangenehm und schwierig, sich ebenso mit den Menschen zu versöhnen, an denen man schuldig geworden, oder etwas schuldig geblieben ist. Die Wahrheit macht nun einmal frei, nicht von der Schuld, aber vor der Angst und der Last, die auf der Seele liegt, und sie daran hindert, sich zu entfalten. Die Umkehr ist nicht immer einfach, und der Weg zur Vergebung und Versöhnung ist auch oft schwer, so soll es auch sein, sonst wird sich schuldig machen und schuldig werden zu leicht, aber es ist immer möglich und der Weg ist gangbar. Der Mensch muss erst wieder lernen, sich der Wahrheit zu stellen, Verantwortung für sein Denken, Reden, Tun und auch Unterlassen zu übernehmen, sich sein Versagen und seine Vergehen einzugestehen, und dann ist der Weg für Vergebung und Versöhnung frei. Je eher wir damit anfangen, desto schneller werden wir auch wieder zu uns selbst, zueinander und zu Gott zurück finden, und das ist es auf alle Fälle wert! (BOG)

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