Kann man überhaupt jemanden Glauben schenken

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Kann man überhaupt jemanden Glauben schenken, der erst vor Kurzem eine 180 Grad Wendung in seinem Leben hingelegt, und sich vom eifrigen Verfolger, zum übereifrigen Verkünder gewandelt hat? Will man überhaupt Menschen Glauben schenken, die sich so schnell in ihrer Einstellung und Gesinnung verändern, von heute auf morgen ein anderer Mensch werden, oder es zumindest vorgeben? In der Regel nein, und die Erfahrung lehrt, mit solchen Menschen eher vorsichtig umzugehen, denn viele sind nur wie Blätter im Wind und drehen sich nach allen Seiten, meistens in die, für sie günstigste Richtung. Ein jeder kennt solche Menschen, und wenn schon nicht im eigenen Umfeld, dann auf alle Fälle aus der Öffentlichkeit, in Politik, Wirtschaft, Kunst und Kultur. Dort ist es fast schon üblich und an der Tagesordnung, dass man sich der Mehrheitsmeinung schneller anpasst, als man die eigene Meinung formulieren kann, oder man legt sich grundlegend nicht fest und lässt in seiner Stellungnahme alles offen. Solche Menschen reden viel, aber sagen wenig. Es sind sogenannte Wasser-Prediger und Wein-Trinker. Solche kennt man nur zur Genüge. Also weder glaubwürdig noch ehrlich und es ist kein Wunder, dass man solche Menschen alles andere als mit wohlwollenden Augen betrachtet, sondern eher mit Argwohn. Was ist aber nun, wenn es tatsächlich ein alles veränderndes Ereignis gegeben hat, das jemanden dazu veranlasst, seine bisherige Meinung zu revidieren, seine bisherige Gesinnung und auch seine Einstellung aufzugeben, sein ganzes Leben umzukrempeln, und durch neue Erkenntnisse, einen neuen Weg einzuschlagen, den „alten“ Menschen aufzugeben und als neuer Mensch zu leben? Natürlich gibt es so etwas auch. Die biblische Geschichte ist voll von Menschen, die durch die Begegnung und Berührung mit Gott verändert wurden. Die Wandlung von Saulus zum Paulus ist eines der bekanntesten Beispiele die man kennt. Wo Gott eingreifend wirkt, da verändert sich alles. Wem Gott die Augen öffnet, der sieht klarer, deutlicher, weiter und tiefer. Wem Gott das Herz weitet, der fühlt, spürt, empfindet und liebt mehr, als bisher möglich schien. Wem Gott die Ohren öffnet, der hört ganz anders, vor allem auch seine Stimme, die ihm ruft und zur Nachfolge auffordert. Solch gewandelte Menschen, werden sich immer wieder vor irgendwem rechtfertigen müssen – sie werden, wenn es echt und ehrlich ist, ihrer neu gewonnenen Überzeugung treu bleiben und den „Kampf“ für das Gute an vielen Fronten, ohne zu zögern, aufnehmen. Wovon man wirklich überzeugt ist, dafür setzt man sich mit jeder Faser seines Lebens ein. Wir sollten unsere eigene Überzeugung auf Ehrlichkeit, Wahrhaftigkeit und Glaubwürdigkeit hin überprüfen, um als Christen-Menschen authentisch zu sein! (BOG)

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