Neid

Gepostet am

Oliver Gehringer
2 Std. · Wien ·
Neid ist etwas für dumme Menschen, denn intelligente Menschen freuen sich am Erfolg des anderen und partizipieren daran mit. Wer kennt es nicht aus eigener Erfahrung, Erfolg zieht Bewunderer an, ebenso aber auch Neider und Missgönner. Bewunderer tun dem Ego gut, sind Balsam für die Seele, gehen zu Herzen, animieren und spornen an, bergen aber auch die Gefahr in sich, sich zu sehr daran zu gewöhnen und dadurch überheblich zu werden. Neider sind auch anfänglich gut für das eigene Ego, denn sie geben zu, dass man in einem bestimmten Bereich besser ist, aber dafür sind sie auch brandgefährlich, mitunter auch tödlich. Während Bewunderung sehr vom Erfolg abhängig ist, und auch meist wie ein Strohfeuer schnell wieder erlischt, bleibt Neid bestehen und hat die Angewohnheit, schnell zu kippen, zur Eifersucht zu werden, und die ist ja bekanntlich eine Leidenschaft, die mit Eifer sucht, was Leiden schafft. Die biblische Geschichte und auch die Weltgeschichte ist voll von solchen Berichten, angefangen bei Kain und Abel, zieht es sich wie ein roter Faden bis in die Gegenwart durch. Die eigene Unzulänglichkeit, das eigene Unvermögen, mangelnde Einsicht und fehlende Intelligenz, sind Grundursachen für Neid, für Missgunst, Eifersucht und schließlich auch Argwohn. Es ist nun mal so, wer etwas kann, damit etwas leistet, Einsatz zeigt, sich bemüht und etwas zustande bringt, bewusst oder unbewusst, gewollt oder ungewollt, im Mittelpunkt steht, dem fliegen die Herzen zu, der wird zum Held. Wer nichts kann, nur wenig bis kaum etwas leistet, nur halbherzig Einsatz zeigt, eher nur blendet als sich bemüht, nichts auf die Reihe bringt, aber gerne alles haben möchte, den frisst der Neid förmlich auf. Solchen Menschen fehlt die notwendige Intelligenz, eigene Fehler und Schwachstellen im Handeln zu erkennen, und sind deshalb auf den Erfolg der anderen Eifersüchtig und fürchten die Konkurrenz. Es fehlt ihnen aber auch an Liebe zum Nächsten, denn dort wo Liebe ist, hat Furcht keinen Platz; wo Liebe ist, wandelt sich die Angst vor dem anderen zur Freude für ihn und zur Sorge um ihn. Bei solchen Menschen ist davon nichts zu spüren, denn dort lodert nur das Feuer der Vernichtung im Herzen. Es ist immer wieder überaus erstaunlich, wie nahe die Bibel am menschlichen Leben mit all seinen Höhen und Tiefen, Sonnen- und Schattenseiten dran ist. Ihr ist definitiv nichts Menschliches fremd, und birgt für uns die Chance, daraus etwas zu lernen! (BOG)

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