Kaiser, Könige, Fürsten erhalten ihre Macht über Menschen, aus der Erwählung Gottes

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Bischof Oliver Gehringer

Kaiser, Könige, Fürsten erhalten ihre Macht über Menschen, aus der Erwählung Gottes – soweit die biblische Geschichte. Aber auch in der Menschheitsgeschichte haben sich die Herrscher und Regenten darauf berufen, ihre Autorität von Gott erhalten zu haben, warum sie auch immer die Kirchen und ihre Vertreter mit ins Boot ihrer Macht geholt haben, und sich als „Gesalbte“, durch Gottes Gnade, krönen bzw. einsetzen ließen. Auch „Herrscher“ unserer Zeit, heute Präsidenten genannt, umgeben sich gerne mit kirchlichen Autoritäten um dem Volk die göttliche Vollmacht ihres Handelns vorzuspielen, als Rechtfertigung für gefällte Urteile, geführte Kriege, und vieles mehr. Und die Kirchen spielen mit! Streitkräfte und deren Waffen werden „gesegnet“ um den „bösen Feind“ zu vernichten, Kriege werden als „notwendiges Übel“ verteidigt, Gewalt als Mittel zur Erhaltung der göttlichen Macht und Autorität des Herrschers gebilligt, manchmal sogar gefordert. Scheinbar vergessen aber alle, dass sie, wenn sie sich auf Gott berufen, auch in die Verantwortung genommen sind. Offensichtlich geht es dabei nur um die eigenen Vorteile, um die Vormachtstellung, um die eigenen Pfründe und die Erhaltung ihrer eigenen Macht gegenüber anderen. Ob es nun um weltliche oder kirchliche Autoritäten geht, spielt dabei keine Rolle mehr. Wer Gott für so berechnend hält, sich Herrscher, Kaiser, Könige oder (Kirchen)Fürsten für sein Werk zu erwählen, der hat Gott nicht erkannt und auch nicht verstanden, dessen Glaube ist haltlos und prinzipiell nicht viel wert. Leider hat auch die Erziehung ein s.g. „Obrigkeitsdenken“, und einen Gehorsam gegenüber Autoritäten „verbrochen“, und nur mühsam können sich Menschen davon loslösen. Gottes Macht ist Liebe, Güte und Barmherzigkeit, wer sich darauf beruft, der muss auch so handeln. Ansonsten ist er nur ein machtgieriger Mensch, der seine Machtspielchen auf den Rücken einfacher, gläubiger „Untertanen“ austrägt. Von „Gottes Gnaden“ ist hier nicht zu reden! (BOG)

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