In Freiheit geboren, zur Unfreiheit erzogen

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

In Freiheit geboren, zur Unfreiheit erzogen, zur Freiheit befreit! Der Mensch ist geboren mit einem freien Willen und die Fähigkeit sich frei zu entscheiden. Die Erziehung nun, lehrt die Unfreiheit, lehrt sich auf menschliche und weltliche Macht zu verlassen, ihr vor allen Dingen die Ehre zu erweisen, und sich als Folge dieser Erziehung, auch davon abhängig zu machen. Weil es immer schon so war, so bleiben soll und bleiben wird, denn man kann ja nichts machen. Freigeister, Menschen also, die sich nicht der allgemein üblichen Welt- und Gesellschaftsordnung unterwerfen, sich ihre eigenen Gedanken machen, nicht tun, was ihnen gelehrt und beigebracht wurde, sondern ihren freien Willen wieder entdecken, gegen den Strom schwimmen, unangepasst sind, sind unerwünscht, weil gefährlich. Dabei tun sie eigentlich nichts anderes, als das, wofür sie geboren sind, was ihnen geschenkt wurde, und was ihnen als Fähigkeit mitgegeben worden ist: Sie treffen ihre eigene, freie Entscheidung, schlagen den Weg für ihr Leben ein, der für sie passt, vielleicht nicht immer eine einigermaßen abgesicherte Zukunft bedeutet, aber zur Freiheit passt, die sie leben. Menschen die ihre eigenen, freien Entscheidungen treffen, dafür aber auch Verantwortung übernehmen und die Konsequenzen tragen, werden zu Außenseitern, bleiben meist auch unverstanden, und die Gesellschaft macht es ihnen schwer, weil die Regeln nun mal so sind, wie sie sind, und daran nichts zu rütteln ist. Menschen verfallen seit jeher, und leider immer wieder neu, in bestimmten Momenten der reellen oder vermeintlichen Schwäche in Verhaltensmuster, wo die Idee schnell geboren und der Ruf nach einem starken Führer an der Spitze, laut wird. Die Folgen kennt man nicht nur aus der biblischen Geschichte, auch aus der jüngeren Menschheitsgeschichte sind die Grenzen menschlicher Macht und die Gefahr der Machtspiele bekannt. Wer die Verantwortung für seine Entscheidungen und für sein Leben abgibt, der lebt vielleicht kurzfristig leichter, weil angepasst(er), aber gibt damit auch gleichzeitig seine angeborene Freiheit auf. Ein Dilemma! Gott hat den Menschen in Christus nicht zur Freiheit der Kinder Gottes befreit, damit er sie gegen die Unfreiheit eintauscht, sich in erster Linie auf menschliche Macht verlässt und sich von ihr abhängig macht, auf Kosten des Glaubens, der Hoffnung und der Liebe, sondern das Leben in Fülle hat. Wir sollten uns sehr gut überlegen, wem wir vertrauen, wem wir folgen, an wem und wofür wir unsere Freiheit aufgeben. Zur Umkehr ist es nie zu spät! (BOG)

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