Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser!

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Die alte und bekannte Volksweisheit hat nicht nur einen biblischen Ursprung, sondern auch seine Berechtigung, wenn man sich die Vielzahl an „falschen“ Menschen ansieht, mit denen man in Kontakt kommt, oder denen man im Laufe eines Lebens begegnet.

Vertrauen ist schon gut, wertvoll und wichtig, eine gesunde Portion Misstrauen an den Tag zu legen, aber auch!

Nicht jedem zu trauen, sondern erst zu prüfen, ob das, was er sagt auch richtig und wahr ist, und ob er das, was er verspricht, überhaupt einhalten kann (und will), bewahrt einem zwar nicht immer vor Enttäuschungen, aber es reduziert deren Zahl auf ein überschaubares und auch (er)tragbares Restmaß.

Ein nettes Auftreten, ein freundliches Wesen und liebes Lächeln, ist kein Garant für Ehrlichkeit und Wahrhaftigkeit, für Aufrichtigkeit und Authentizität.

Wer immer nur von allen anderen geliebt werden will, ist meist auch bereit alles dafür zu tun.

Solche Menschen versuchen andere auf ihre Seite zu locken, sie für sich zu begeistern, machen Versprechungen aller Art und spielen mit den Gefühlen anderer.

Vor solchen Menschen warnt auch schon die Bibel, und es gilt, sich auch heute vor ihnen in Acht zu nehmen.

Ging es in den Anfängen der jungen christlichen Gemeinde um „falsche Propheten“ und ihre Irrlehre, so geht es heute um „falsche“ Menschen, die polarisieren, Grüppchen bilden, sich in den Mittelpunkt drängen, und den eigentlichen Auftrag für ihre Egopflege missbrauchen, indem sie ihre eigenen Interessen in den Vordergrund ihres Handelns stellen.

Es gibt sie heute innerhalb wie auch außerhalb jeder Glaubensgemeinschaft, am Arbeitsplatz, in der Familie, und im persönlichen, sozialen Umfeld.

Die Schwierigkeit besteht vor allem darin, sie rechtzeitig zu erkennen, und unterscheiden zu lernen zwischen richtig und falsch, zwischen dem, was wahr, und dem, was gelogen ist, was authentisch oder nur gespielt ist, was aus Gott, und was aus der Welt kommt.

Die Verlockung der vermeintlichen Sicherheit, auf der richtigen Seite zu stehen und sein Gegenüber als gefährlichen Gegner einzustufen, abzulehnen oder gar zu bekämpfen, hat in der Geschichte grausame Spuren hinterlassen.

Wir sollen jetzt nicht aufhören zu vertrauen, und dafür in allem und jedem das Schlechte zu sehen und das Schlimmste anzunehmen, aber wir sind zur Vorsicht aufgerufen und zu einem objektiveren Blick.

Nicht nur um persönliche Enttäuschungen zu vermeiden, sondern auch um andere davor zu schützen.

Mit Gottes Hilfe können wir das! (BOG)

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