Das Gute tun, das Böse meiden

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Das Gute tun, das Böse meiden, die Liebe pflegen, einander als Geschwister annehmen, dem Nächsten mit Respekt und Achtung begegnen, dem Geringsten helfen, Gott in Taten, mit Worten und im Herzen loben – so sollen die Kinder Gottes als Gemeinschaft leben. So weit, so gut! Doch, der Mensch ist, bei aller möglichen Anstrengung, unvollkommen, nicht „perfekt“, mit Schwächen und Fehler behaftet, hat seine Ecken und Kanten, und auch eine nicht so helle Seite, stößt sehr schnell an seine Grenzen, ist eben „menschlich“, aber auch lernfähig. Obwohl im Menschen Gottes guter Samen, sein Heiliger Geist, gelegt ist, dh. er grundsätzlich Fähig und in der Lage ist, den Unterschied zwischen Gut und Böse nicht nur zu kennen sondern auch zu machen, sind seine Entscheidungen oft alles andere als dem Grundsatz entsprechend. Das mag vielleicht auch daran liegen, dass er zwar zur Freiheit der Kinder Gottes befreit ist, aber noch nicht wirklich mit dieser geschenkten Freiheit richtig umgehen kann, und erst einmal ausloten will, wie weit diese Freiheit reicht, bevor es eventuell Konsequenzen gibt. Wie kleine Kinder eben, die auch erst herausfinden und lernen müssen, wie weit sie gehen können und dürfen, was noch geht, und was eben nicht mehr toleriert wird. In Gott hat der Menschen einen barmherzigen, gütigen, nachsichtigen und auch liebevollen, weil menschenfreundlichen Vater, das ist befreiend, ein Vorteil, aber auch gleichzeitig eine herausfordernde Heils-Botschaft! Wir sollten dennoch danach trachten, seine Güte und Nachsichtigkeit nicht überzustrapazieren, und uns mehr auf den guten Samen konzentrieren, der in uns gelegt ist. Nicht weil wir es müssen oder sollen, sondern weil wir es dürfen und können, und weil uns das Wort „für“ wichtiger sein sollte als das Wort „gegen“. Freiheit und Frieden fängt im Herzen an, und wir müssen beides schon wollen, damit gelingen kann, wonach wir uns sehnen: Gottes Kinder nicht nur zu heißen, sondern auch zu sein! (BOG)

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