Es ist (es sind) die letzte(n) Stunde(n)!

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

„Es ist (es sind) die letzte(n) Stunde(n)!“ – keine düstere Vorschau auf die Apokalypse, und auch kein erwarteter Weltuntergang, sondern eine wertfreie Betrachtung dessen, was alles war, wenn das alte Jahr sich dem Ende zuneigt, und bald schon Vergangenheit ist. In den letzten Stunden, wird man oft zu einem nüchternen Resümee veranlasst, ohne Traurigkeit, ohne Hass, Groll und ohne nachtragend zu sein, selbst, wenn es Schwierigkeiten, Krisen und Probleme gegeben hat, auch wenn unschöne Augenblicke, schmerzhafte Situationen und traurige Momente durchgemacht und erlebt wurden. Man hat sie alle überstanden und überlebt, ist stärker daraus hervorgegangen als erwartet. Man hat dabei den Glauben nicht verloren, die Hoffnung nicht aufgegeben, und die Liebe nicht abgelegt. Man hat gute oder auch weniger gute Entscheidungen getroffen, ist Menschen begegnet, die einem weiter gebracht oder zurückgeworfen haben, hat frohe Stunden ebenso erlebt, wie bittere, herbe Enttäuschungen, hat aus alten Fehlern gelernt und neue gemacht, hat seine Stärken und auch seine Schwächen erkannt, ist neue Verbindungen eingegangen und hat Trennungen erfahren, wurde gelobt und bejubelt, aber auch beschimpft und verurteilt. Man hat erkannt, dass das Leben nicht nur aus Hochs, sondern eben auch aus Tiefs besteht; das Irdische, so gut es auch wirkt und so schön es sich auch darstellt, keinen Bestand für die Ewigkeit hat, man nicht nur immer nehmen kann, sondern auch geben muss, und umgekehrt auch darf; das Stillstand nicht immer negativ behaftet ist, und Bewegung nicht immer positiv; und das Aktionen und Reaktionen auch weitläufige Auswirkungen zeigen, die manchmal revolutionär und manchmal evolutionär sind. Man hat gelacht und geweint, war froh aber auch zornig und wütend, hat vieles kommen sehen und wurde angenehm überrascht, man hat Veränderung erlebt und Beständigkeit erfahren, wurde gelassener und zufriedener – kurzum ein Jahr mit allem, was dazu gehörte, oder gehören sollte. Doch immer mit der Gewissheit „von guten Mächten treu und still umgeben, behütet und getröstet wunderbar!“ So wollen wir das neue Jahr begrüßen und vertrauensvoll in Gottes Hand legen, er hat die Weichen bereits gestellt, und führt alles zu einer guten Wende, wenn wir es zulassen und uns auf ihn einlassen! (BOG)

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