Liebt nicht die Welt, und was in der Welt ist!

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

„Liebt nicht die Welt, und was in der Welt ist!“ – denn das alles ist nur vergänglich, zeitlich begrenzt und hat keinen Bestand. Liebt was unvergänglich ist, was Bestand hat, was über die Zeit hinaus hält und Ewigkeit heißt. Der Mensch lebt zwar in der Welt, soll nutzen, was sie zu bieten hat, und sich dabei auch nützlich machen, aber nicht sein Herz zu sehr daran verlieren, denn die Zeit, die er zur Verfügung hat, ist begrenzt, alles irdische hat nun mal ein Ablaufdatum, nur eine „Mindesthaltbarkeit“ und ist eben nicht von Dauer. So schön der Augenblick auch ist, und so beeindruckend der Moment des Erlebens, aber schon beim nächsten Wimpernschlag, beim nächsten Atemzug ist er vorbei und vergessen. Es sind neue Horizonte und Wertmaßstäbe die sich auftun, wenn man sich über alles Sterbliche hinaus auf die Ewigkeit hin ausrichtet. Das heißt, sich nicht länger auf Vergängliches zu fixieren, zu dem die Begierde, das Bedürfnis des kurzsichtigen, um sich selbst kreisenden Egos unwillkürlich hinzieht, sondern ein Gespür für den Willen Gottes entwickeln, der dazu anleitet und führt, sich selbst zu überschreiten, die eigenen, oft viel zu engen Grenzen zu überwinden, und über den Tellerrand des Jetzt hinauszublicken. Jede und jeder kann und wird seine Form der Berufung zum selbstlosen Engagement in der Welt entdecken, das etwas Bleibendes, Unvergessliches schafft – wenn nicht in den Augen der Menschen, so doch in denjenigen Gottes, der ewig ist. Wann also, wenn nicht jetzt? Wo, wenn nicht hier? Wer, wenn nicht ich (Du, Sie, Ihr, Wir)? Es gibt keinen günstigeren Zeitpunkt, und keinen besseren Augenblick damit anzufangen, als JETZT, wo das Licht der Liebe Gottes noch so stark aus der Krippe uns entgegen leuchtet, die Dunkelheit verdrängt und die Finsternis erhellt. Es ist die Zuversicht, die uns anspricht und trifft, die Hoffnung, die uns ansieht und Antwort gibt, der Glaube, der nicht nach dem Mund redet, aber auf den Leib geschneidert ist. So sollen wir es sehen, verstehen und hoffnungsvoll begreifen: die Ewigkeit beginnt jetzt! (BOG)

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