Das Kind wird von Geburt an, ein Gott geweihtes sein!

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

„Das Kind wird von Geburt an, ein Gott geweihtes sein!“ – von jeher, hat Gott Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen erwählt, einen besonderen Dienst zu vollbringen, der für die weitere Geschichte der Menschheit von enormen Wert und außerordentlicher Bedeutung war. Nicht selten handelte es sich um die Geburt eines Kindes, die eigentlich gar nicht erwartet werden konnte, und die nur aus dem besonderen Eingreifen Gottes zu erklären ist. Ob nun Simson, Johannes der Täufer oder Jesus selbst, in der Schwachheit des Menschen zeigt sich die Kraft Gottes, die in den Taten der Kinder bezeugt wird. Ein Bote kündigte jeweils die Geburt eines besonderen Menschen an, der wiederum als Bote Gottes, sein Wort, seinen Willen, sein Kommen oder seine Liebe ankündigt. Der Kreislauf wird wieder geschlossen, der Heilsplan nimmt seinen Verlauf. Aber erst in seiner eigenen Menschwerdung ändert Gott sein Vorgehen, indem er alle Menschen erwählt, seine Kinder zu sein, somit erhält jeder einen ganz besonderen Wert und hat für die weitere Geschichte der Menschheit eine eigene, enorme Bedeutung. Jede und jeder ist dazu berufen, auf eine ganz individuelle Art und Weise wirksam zu werden, als seine Boten zu fungieren, und im eigenen Leben den Heilsplan Gottes für die ganze Schöpfung umzusetzen. Jede und jeder ist dazu bestimmt, eine außergewöhnliche Aufgabe zu übernehmen und einen speziellen Auftrag zu erfüllen, und zwar an seinem Reich mitzubauen. Scheitern wird der Mensch an der Erfüllung seiner Aufgabe nur dann, wenn er versucht, die ihm verliehenen Fähigkeiten, Talente und Begabungen zum eigenen Ruhm und zum eigenen Nutzen zu missbrauchen. Aber selbst da greift Gott wieder in besonderer Weise ein, und lässt die Option offen, sich zu besinnen, umzukehren, den Weg wieder zu finden, und neu anzufangen. Dabei lässt er den Menschen aber nicht allein, sondern schenkt ihm in der Begegnung mit ihm die Kraft dazu und den Mut, vertrauensvoll das Leben mit ihm zu wagen. Im Lichtglanz der Heiligen Nacht, lässt er uns den Weg wieder sehen, der uns aus der Dunkelheit herausführt, und uns Erlösung, Befreiung und Versöhnung bringt. Schon leuchtet uns der Stern auf und spornt uns an, ihm zu folgen. Was wir dort, im Stall von Bethlehem sehen werden, hängt davon ab, ob wir mit offenen Augen auch sehen wollen! (BOG)

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