Gott, der in seiner Menschwerdung das Schicksal der Sterblichen geteilt

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Bischof Oliver Gehringer

Gott, der in seiner Menschwerdung das Schicksal der Sterblichen geteilt, und in Jesu Auferstehung endlich durchbrochen hat, der sich mit unserer tiefen, leidenschaftlichen Sehnsucht nach einer Welt, in der Menschen in Gerechtigkeit und Wahrhaftigkeit, Frieden und Freiheit leben können verbindet, und sich nicht erblödet uns immer wieder eine neue Chance einzuräumen, daran aktiv mitzuwirken, segne uns, und lasse uns die Bedeutung des Advents und die Seele der Weihnacht erkennen.

Er mache uns bewusst, dass er ein guter und liebender Gott ist, dem das Schicksal der Schöpfung und all seiner Geschöpfe nicht gleich ist, sondern sich darum sorgt, weil es ihn berührt, und in ihr wirkt, auch wenn wir es nicht immer erfasse und wahrnehmen wollen.

Er lasse uns erkennen, dass er nicht dafür verantwortlich zeichnet, was wir an Leid, Schmerz, Not und Elend verursachen, aber uns dennoch immer wieder die Möglichkeit bietet, unser Verhalten zu überdenken, unser Tun zu hinterfragen, uns zu verändern und umzukehren, zurück auf den Weg, der uns zu dem macht, was wir sein soll(t)en und wofür wir geschaffen sind: Menschen mit Herz und Verstand.

Er lasse uns begreifen, dass die Welt, in der wir leben, und die Schöpfung, die uns Leben ermöglicht, uns eigentlich nur geliehen und überantwortet ist, wir nichts davon oder darin besitzen oder als unser Eigentum betrachten können, aber wir dennoch eine Verantwortung dafür tragen, was und wie etwas geschieht, und wir auch aufgefordert sind, einmal darüber Rechenschaft abzulegen, weshalb es ratsam ist, sich gut zu überlegen was wir tun und was wir unterlassen, denn alles hat Auswirkungen, entweder gleich oder in Zukunft.

Er mache uns bereit, uns von der adventlichen „Unruhe“ die ihn für uns antreibt und aufreibt anstecken zu lassen, uns in ihn hineinzuversetzen und einmal die Welt mit seinen Augen und aus seiner Sicht heraus zu betrachten, um zu erkennen, zu begreifen und zu erfassen, was uns eigentlich alles geschenkt ist, und wie wir damit umgehen, welche Chancen wir immer wieder erhalten, und wie wenig wir sie nutzen, um uns zu ändern und an seinem Reich des Friedens mitzubauen.

Er segne uns, erhalte uns in der Treue zu ihm, schenke uns Weisheit, die ihn erkennt und ihm das ewige Loblied singt.

Er segne uns, mit seiner Güte, die erlöst, mit seiner Liebe, die stärkt, mit seinem Frieden, der zur Ruhe kommen lässt und uns ein Leben in Fülle gewährt.

Er segne uns, mehre unseren Glauben, nähre unsere Hoffnung, entzünde die Flamme der Liebe in uns neu, und lasse unser Vertrauen in seine Verheißung wachsen, damit wir das Licht sehen und selbst zum Segen werden!

Allen Freunden, einen gesegneten Mittwoch, der dritten Adventwoche!

+Bischof Oliver Gehringer

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