„Ein Stern geht auf, ein Zepter erhebt sich!“

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Bischof Oliver Gehringer

Schon leuchtet sein Licht hell wie die Sonne und vertreibt die Dunkelheit in den Herzen der Menschen. Ein Stern geht auf, kein „Star“ oder „Sternchen“, kein „Möchtegern“ oder „Gernegross“, keine „Sternschnuppe“, sondern ein Stern, mit der Leuchtkraft ganzer Sonnen, mit der Strahlkraft unendlicher Liebe, und der Wärme ewiger Güte und Barmherzigkeit. Ein Stern geht auf, keine Vision, kein Traum, keine Illusion, kein Wahn, oder die Vorstellung ewiger Vertröster, keine Geschichte aus alter, längst vergangener Zeit, sondern Wirklichkeit, Realität, unbegreiflich und unfassbar, aber doch so nah, so spürbar, so fühlbar und erlebbar. Ein Stern geht auf, die Dunkelheit flieht, die Finsternis hat ein Ende, das Übel wird zu Schanden, das Böse vergeht im Licht der Herrlichkeit. Ein Stern geht auf, und alles wird still, die Erde schweigt, die Welt hält den Atem an, hört für einen Augenblick auf sich zu drehen, alles ist anders als vorher, nichts ist mehr so, wie es war, alles hat sich verändert und ist in Bewegung. Ein Stern geht auf, und Blinde öffnen ihre Augen und können wieder sehen, Stumme erhalten ihre Stimme zurück und reden, Lahme stehen auf und können wieder gehen, Kranke werden innerlich und äußerlich Gesund, Tote stehen auf und leben, das Leben beginnt vom Neuen, der Mensch wird wiedergeboren, ein neuer Anfang ist gemacht. Ein Stern geht auf, der Himmel jubelt, die Erde jauchzt, Frohlocken ertönt in der Welt, die Freude kehrt zurück, der Heilige ist da. Ein Stern geht auf, und Friede erschließt die Welt, die Herzen der Menschen öffnen sich, und die Liebe zieht darin ein, Freude erfüllt den ganzen Erdkreis, die Schöpfung erblüht im neuen Glanz. Ein Stern geht auf, und sein Zepter erhebt sich, Gerechtigkeit regiert, das leiden hat ein Ende, die Not ist nicht mehr, die Herrschaft ruht auf seinen Schultern. Ein Stern geht auf, „sein“ Stern geht auf, heute, hier und jetzt, mitten unter uns, auch unter den scheinbar hoffnungslosesten Umständen, und will eine neue Zukunft schenken. Sein Stern geht auf, in uns, und Bethlehem ist in jeden Menschen errichtet, sein Reich bricht an und wir sind dazu eingeladen, daran mitzuarbeiten. Sein Stern geht auf, das Warten hat ein Ende, wir brauchen ihm nur zu folgen! (BOG)

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