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Bischof Oliver Gehringer

Gott antwortet, wenn er uns hört, und handelt, wenn wir zu ihm rufen! Das sind starke und aufbauende Trostworte mit Kraft, aber, wer glaubt Gott handelt und tut Wunder, wenn man selbst nichts dafür tut, müßig bleibt, die Hände in den Schoß lägt und nur abwartet, der irrt. Gott macht viel, wirkt unaufhörlich, handelt selbst dann, wenn die Situation verfahren und aussichtslos erscheint, löst Probleme, entwirrt verworrene Situationen, hilft in der Not und Gefahr, bewältigt Krisen, beseitigt Elend, heilt Krankheiten, und bringt Frieden, aber, er tut dies alles für den Menschen und mit ihm, und nicht stattdessen. Es wäre ein Aberglaube, würde man damit rechnen, dass Gott mit einem atemberaubenden Wunder all das Böse aus der Welt vertreiben wird, alles in Ordnung bringt und gerade richtet, was der Mensch im Laufe der Geschichte in seiner Einfallt und Uneinsichtigkeit, verbockt und verbogen hat. Wer Gott um etwas bittet, was er niemals tun wird, der bittet vergebens, denn Gott räumt weder für den Menschen auf, noch hinter ihm nach, und schon gar nicht erledigt er Dinge in dessen Auftrag. Der Ruf des Menschen nach Gottes Hilfe und Beistand wird erhört, aber seine Antwort besteht nicht im unverzüglichen wunderbaren Handeln, sondern darin, dass der Blick auf den Lehrer frei wird, der klar und deutlich den Weg aufzeigt, den der Mensch erst noch gehen muss. Würde der Mensch diesen Weg auch wirklich gehen, der zuerst noch eine offensichtlich verfahrene, unglückliche Situation verschärft, so könnte er in jeder Krise bestehen, auch wenn sie noch so dramatisch daher kommt, die ganze Umwelt könnte wieder aufblühen, und so die innere Verfassung widerspiegeln. Würde der Mensch den Weg mit Gott gehen, seine Zukunft würde so lichtvoll und hell sein, dass er das Gefühl hätte, Mond und Sonne strahlten viel heller als früher, und die Dunkelheit wäre ein für alle mal besiegt. Es muss nicht immer erst alles einstürzen und zugrunde gehen, bevor man mit einen Neuanfang beginnen kann, sondern wenn man bereit ist, sich zu ändern, seine ganze Einstellung und Gesinnung, dann schenkt Gott das Wunder des Neubeginns und lässt das Wollen auch Vollbringen. Der Weg nach Bethlehem ist noch weit, aber schon strahlt das Licht eines neuen Anfangs auf. Gehen müssen wir ihn schon selbst! (BOG)

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