Wer auf den Herrn vertraut

Gepostet am

 Bischof Oliver Gehringer

Wer auf den Herrn vertraut, sich auf ihn einlässt, der kann sich auf ihn verlassen! Das ist nicht nur eine hohle Phrase ohne Inhalt und Hintergrund, keine Beruhigungsstrategie von fanatischen Gläubigen, und auch keine althergebrachte, aber längst überholte Weisheit, der „Alten“, sondern eine erfahrbare und erlebbare Wirklichkeit. Das hat auch nichts mit Sicherheitsdenken zu tun, obwohl es eine gewisse Absicherung in sich trägt, und gilt auch nicht nur für ein Volk von ausnahmslos Frommen, sondern ist eine Zusage für alle, die zwar von der gegenwärtigen Situation in der Welt erschüttert sind, aber in ihrem Glauben dadurch nicht beeinträchtigt oder beeinflusst werden, und trotz aller Schwierigkeiten daran festhalten. Gott ist ein „ewiger Fels“, unverändert und ungebrochen, ein „fester Grund“ der Wind und Wetter trotzt, den Stürmen standhält und nicht unterzukriegen ist, auch wenn viele versuchen, ihn in die Bedeutungslosigkeit abzuschieben, weil in einer aufgeklärten Gesellschaft einer „modernen Welt“ kein Platz mehr für ihn ist. Gott ist wie Noachs neue Arche, eine Zuflucht für die Gerechten, ein Sicherheitsausgang vor der alles vernichtenden Flut des Unglaubens, ein Schiff das verlässlich birg, ein unsinkbares Rettungsboot, mit der Gewissheit, nicht verloren zu gehen. Wer bräuchte es nicht? Vielleicht nicht immer, und nicht jeden Tag, aber manchmal dann eben doch, und zwar ganz dringend. Gott ist nicht reserviert für Erste Klasse Passagiere wie beim Untergang der Titanic, vielmehr ein Tor ins Leben, das allen offensteht, die es auch wollen, jetzt und für immer, durch alle Höhen und Tiefen des Lebens hindurch. Gott ist niemals nur eine „Alternative“, sondern er ist eine Perspektive, eine Aussicht und eine Einsicht, die vieles durcheinander bringt, was man bisher verinnerlicht hat, aber dafür etwas gibt, was einem bislang gefehlt hat, oder vor langer Zeit abhanden gekommen ist. Gott ist Weitblick, ein neuer Horizont, eine fassbare Gegenwart und eine begreifbare Zukunft. Gott kann man nicht von „außen“, sondern nur von innen erfahren und von innen her auch lebendig beglaubigen, denn er ist der immer ganz andere, aber dafür feststehende Aus- und Rettungsweg. Gott ist unsere Hoffnung, unsere Zuflucht, deshalb können wir uns auch auf ihn einlassen und verlassen. Er wird uns nicht enttäuschen, das ist sicher! (BOG)

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