Gott, der einst in Herrlichkeit wiederkommen wird

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Gott, der einst in Herrlichkeit wiederkommen wird, um das Böse zu besiegen, die Not und das Elend aus der Welt zu schaffen, die Ungerechtigkeit zu bekämpfen, den Krieg und alle Auseinandersetzungen zu beenden, und das Reich des Friedens aufzubauen, uns aber die Fähigkeit gegeben hat, davor bereits selbst Hand anzulegen, und die Möglichkeit einer Änderung im eigenen Verhalten wahrzunehmen, segne uns, und lasse uns die Chance nutzen, die er uns bietet.

Er mache uns bewusst, dass Gewalt und Machtmissbrauch, Not, Elend und Krieg, Zerstörung und Entrechtung unser (un)menschliches Verhalten hervor gerufen hat, und weder in seinem Sinne ist, noch in seinem Plan für uns und diese Welt steht.

Er lasse uns erkennen, dass wir selbst dafür Verantwortung tragen, was gerade in dieser Welt passiert, wir Mitverantwortung haben, für das Verhalten unserer Mitmenschen, und uns einst auch dafür rechtfertigen müssen, warum wir nur zugeschaut oder aber nur weggesehen haben, warum wir das Schlechte gewähren haben lassen, und nichts getan haben, um das Gute aufrecht zu erhalten, warum wir unseren Glauben für ein wenig Spaß aufgegeben, und unsere Liebe für ein bisschen Geld verkauft haben, warum wir die Hoffnung gegen falsche Versprechungen eingetauscht, und das Vertrauen in seine Hilfe, für die kurzfristige Befriedigung von Gelüsten hergegeben haben.

Er lasse uns begreifen, dass er uns diese Welt, seine Schöpfung und alle Geschöpfe anvertraut hat, damit wir sie erhalten und bewahren, fruchtbar sind und einen „Himmel auf Erden“ für alle schaffen, ein Paradies wo jede und jeder sich entfalten und frei leben kann, und nicht damit wir sie ganz und gar ruinieren, zerstören und dem Untergang weihen, und dass es unsere Aufgabe ist, unser Auftrag, sie wieder zu dem zu machen, wofür sie eigentlich geschaffen wurde.

Er mache uns bereit, wach und aufmerksam zu sein, das Wesentliche von Unnötigen zu unterscheiden, der Gerechtigkeit den Vorzug zu geben, das Gute in der Welt zu wählen und dem Schlechten Einhalt zu gebieten, mit einem sehenden und hörenden Herzen seine Ankunft in Freude zu erwarten, damit wir nicht versäumen, wenn er uns nahe ist.

Er segne uns, und lege seinen Segen auf alles Gute, was wir heute tun und zustande bringen. Er segne uns, und lege seinen Segen in die Worte die wir heute sprechen, damit wir einander nicht verletzen.

Er segne uns, und lege seinen Segen in die Gedanken, die wir heute denken, damit Positives entstehen und Freudiges sich entfalten kann.

Er segne uns, mache uns unserer Verantwortung bewusst, und lasse uns unsere Aufgaben in und für diese Welt erfüllen.

Er segne uns, stärke unseren Glauben, nähre unsere Hoffnung, mache unser Herz von Liebe brennen, und lasse unser Vertrauen wachsen, damit wir selbst zum Segen werden, die Schöpfung bewahren, und das Gute und Richtige tun.

Allen Freunden, ein gesegnetes Wochenende, am Samstag der vierunddreißigsten Woche im Jahreskreis (am letzten Tag des „alten“ Kirchenjahres), am Vortag des ersten Advents!

+Bischof Oliver Gehringer

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s