Gott, der uns auch immer wieder der eigenen

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Gott, der uns auch immer wieder der eigenen, persönlichen Erschütterung aussetzt, nicht um uns damit Angst zu machen oder um uns das Fürchten zu lehren, sondern damit wir unsere Basis, unser Lebens-, und Glaubensfundament, unseren Handlungsgrund auch auf Stabilität und Tragfähigkeit hin überprüfen, segne uns, und gebe uns in ihm einen sicheren Halt, der trägt und auch Erschütterungen von innen und außen standhält.

Er mache uns bewusst, dass kein Schicksalsschlag uns wirklich umhauen, oder unser Lebenshaus zum Einsturz bringen kann, wenn unsere Existenz auf starken Beinen, auf festem Grund steht, und man nicht auf Glas oder Sand gebaut hat, weil es offensichtlich leichter und einfacher war.

Er lasse uns erkennen, dass es in unserem Leben auch immer wieder Zeiten der Erschütterung, des Aufwachens und des Erwachens geben wird, Zeiten in denen wir an unsere Grenzen gelangen und unsere Schwächen feststellen (müssen), Zeiten in denen wir Erlebnisse des Zu-sich-selbst-Kommens erfahren werden, aber dadurch nicht gebrochen werden, oder einen Zusammenbruch erleben, solange wir fest im Glauben stehen und Vertrauen aufbringen können, von und in ihm gehalten zu werden.

Er lasse uns begreifen, dass damit das Leben ja erst auch wirklich anfängt, und wir des Advents fähig werden, wenn uns in der Derbheit des Erwachens, die goldenen Fäden erreichen, die in diesen Zeiten zwischen Himmel und Erde gespannt sind und uns eine Ahnung der Fülle geben, zu der wir gerufen, berufen und auch durch ihn befähigt sind.

Er mache uns bereit, in unserer eigenen Not nicht zu verzagen, an der Not der Welt nicht zu verzweifeln, und den Erschütterungen des Lebens standzuhalten durch seine frohe und froh machende Botschaft, die alles Geschrei übertönen, und die jeden Bruch und jedes Beben überwinden kann, und uns zu Zeugnis und Hilfe ermutigt.

Er segne uns, begleite uns durch diesen neuen Tag und durch unser Leben, führe uns durch dein Wort auf dem Weg der Liebe, und lasse uns für den Frieden eintreten. Er segne uns, mache uns reich und frei durch sein Wort, gebe uns Hoffnung durch seine Nähe, und lasse uns durch den Glauben an seine Gegenwart, ein ein starkes Fundament aufbauen, das auch Erschütterungen und Anfechtungen gewachsen ist.

Er segne uns, heile unsere inneren und äußeren Wunden, lasse die Liebe in uns wachsen, die uns zur Vergebung befähigt und einen Neubeginn ermöglicht, und schenke uns die Fülle seines Heils, zu der er uns berufen hat.

Er segne uns, mache unseren Glaube stark, unsere Hoffnung groß, und unsere Liebe hell, damit wir selbst zum Segen werden.

Allen Freunden, einen gesegneten Dienstag, der vierunddreißigsten Woche im Jahreskreis (der letzten Woche im Kirchenjahr), am Gedenktag des Heiligen Andreas Dung-Lac und Gefährten!

+Bischof Oliver Gehringer

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s