Der Mensch ist frei und seine Freiheit kann er nie endgültig verlieren

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Der Mensch ist frei und seine Freiheit kann er nie endgültig verlieren. Deshalb ist es wichtig, die Heiligkeit, aus der er zu Freiheit befreit ist, zu leben und sie – trotz der immer wieder unvermeidbar geschehenden Verletzungen – wiederherzustellen. So wird Versöhnung geschaffen, das Unrecht ins Recht gesetzt, und auch Gerechtigkeit wiederhergestellt. Jemanden die Schuld zu erlassen heißt: nicht nur dem anderen etwas Gutes tun, sondern vor allem sich selbst; nicht nur dem anderen seinen Ballast abzunehmen, sondern vor allem auch sich selbst davon zu lösen. Ärger, Zorn, Wut, Verletzungen, Enttäuschungen und Kränkungen machen das Leben schwer, halten in der Vergangenheit zurück, und machen unfrei für das Kommende. Die Freiheit des Menschen beruht darauf, sich auf die ursprüngliche Gottesbeziehung vom Anfang der Schöpfung wieder zu besinnen, und in der Liebesbeziehung zu den Menschen zu leben. Die Freiheit, zu der der Mensch befreit und berufen ist, beginnt zuerst in ihm selbst. Der Mensch ist frei zu entscheiden, weiter unfrei mit den ganzen Altlasten seines bisherigen Lebens zu leben, oder befreit davon, den Schritt in eine neue Zukunft zu wagen. (BOG)

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