Das Heilige ist und bleibt für den Menschen unverfügbar

Gepostet am

Bischof Oliver Gehringer

Das Heilige ist und bleibt für den Menschen unverfügbar. Er kann es weder besitzen, noch es nach eigenem Gutdünken zweckentfremdet missbrauchen. Gott lässt sich nicht vereinnahmen, weder von einem Einzelnen, noch von einer Gruppe, und schon gar nicht nur für ein Volk. Deshalb baut der Mensch sich seine eigenen „Götter“ und gibt ihnen Namen des Alltäglichen, um sie immer und jederzeit griffbereit und parat zu haben. Die so geschaffenen „Goldenen Kälber“, eigenen sich vielleicht um darum herum zu tanzen, aber sie können Gottes Nähe nicht ersetzen. Nicht einmal parallel dazu existieren. Das wirklich Heilige, lässt sich nicht dingfest machen, einsperren oder nach menschlichen ermessen freisetzen. Wer jedoch das Heilige bewahrt, sich darauf voll und ganz einlässt, der kann es vielleicht in ehrlichen, tiefgründenden und feierlichen Ritualen leichter erleben. Es sind diese Erfahrungsmomente, in denen uns das „Mysterium tremendum et fascinans“ (Rudolf Otto) – das göttliche Geheimnis, das Furcht und Zittern auslöst und zugleich anzieht und fesselt, begegnet. Es sind die Glaubensmomente, die uns an Gott festhalten lässt, ohne ihn besitzen zu wollen. Es sind die Momente unsagbarer Freude, die uns erkennen lassen: Gott liebt mich! Diese Momente, sind durch nichts zu ersetzen! (BOG)

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